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Mehr Impuls als Umbruch

03. September 2018, 15:09 Uhr   |  Stefan Adelmann | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 3 .

Bei Experten nachgefragt

Wie ist es um die Breitbandverfügbarkeit in Deutschland bestellt – besonders in ländlichen Regionen? Steht diese einer qualitativ hochwertigen IP-Telefonie und einer umfangreichen UCC-Strategie noch entgegen?

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© Byon

Markus Michael ist Geschäftsführer bei Byon.

Markus Michael, Geschäftsführer bei Byon:
“In vielen ländlichen Gegenden gibt es Unternehmen, die auf hohe Bandbreiten angewiesen sind, nicht nur für IP-Telefonie, sondern auch für den Datenaustausch. Leider stehen diese Bandbreiten oft einfach nicht zur Verfügung. Man muss ganz klar sagen: Wo es nicht genügend Bandbreite gibt, scheitert die Integration. In solchen Situationen haben wir es oft mit Unternehmen zu tun, die gerne mehr machen würden, es aber aufgrund der fehlenden Infrastruktur nicht können. Ein möglicher Ausweg ist, sich für zusätzliches Geld eine zweite Datenleitung (ebenfalls mit geringer Bandbreite) liefern zu lassen, um am Markt nicht den Anschluss zu verlieren. Hier sehen wir neben den Netzbetreibern auch die Bundesregierung in der Pflicht, den Ausbau der Netze, gerade im ländlichen Bereich, zu fokussieren und konsequent voranzutreiben. Neue Technologien wie etwa 5G-Mobilfunknetze können hier ab 2020 etwas Abhilfe schaffen, aber ein vollständiges Substitut sind sie definitiv nicht.”

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© Starface

Florian Buzin ist CEO von Starface.

Florian Buzin, CEO bei Starface:
“Im Hinblick auf die Einführung einer Cloud-Lösung ist die Breitbandverfügbarkeit speziell auf dem Land noch immer ein großes Thema. Daher stellen wir unsere Telefonanlagen nicht nur als Cloud-Service, sondern auch als Appliance und VM-Lösung zur Verfügung – und machen es den Kunden sehr
einfach, zwischen den Modellen zu wechseln. Für Unternehmen mit mehreren Standorten, an denen unterschiedliche Bandbreiten nutzbar sind, sind hybride Lösungen eine sehr interessante Alternative.”

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© Xelion

Jan Böttcher, Country Manager DACH bei Xelion:
“Der Breitbandausbau in Deutschland ist ein Trauerspiel. Wir brauchen eine flächendeckende Glasfaserversorgung, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Dabei geht es weniger um die Telefonie. Ein Gespräch benötigt nur circa 120 kBit pro Sekunde. Bis auf einige ländliche Regionen gibt es grundsätzlich eine ausreichende Bandbreitenversorgung. Wir werden aufgrund des wachsenden Cloud-Marktes und ständig neuer Services in der Zukunft aber mehr Bandbreite benötigen und müssen heute mit dem flächendeckenden Glasfaserausbau beginnen, um in der nahen Zukunft nicht den Anschluss zu verlieren.”

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1. Mehr Impuls als Umbruch
2. Integrationstiefe ist entscheidend
3. Anstoß für Unternehmen
4. Bei Experten nachgefragt
5. funkschau-Interview

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