LTE

LTE und die Zukunft

4. August 2011, 11:22 Uhr | Claudia Rayling, Redaktion funkschau | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Roll-out, Marktanteile und die Frage der Refinanzierung

funkschau: Vodafone hat einst einen Fünf-Stufen-Plan für den LTE-Ausbau verkündet. In welcher Phase befinden wir uns jetzt?
Bickel: Laut den Versteigerungsbedingungen der Bundesnetzagentur für die Frequenzen in der so genannten Digitalen Dividende müssen die Netzbetreiber zunächst die weißen Flecken beseitigen. Diese Ausbauverpflichtungen haben wir von Anfang an unterstützt und schon heute sind mehr als 2.000 Gemeinden in bislang weißen Flecken durch Vodafone Deutschland versorgt, das entspricht einer Erreichbarkeit von rund vier Millionen Haushalten. Und in den nächsten Monaten werden sukzessive die weißen Flecken komplett beseitigt. Wie bereits in Berlin werden wir in weiteren Großstädten wie etwa in Düsseldorf voraussichtlich schon in der zweiten Jahreshälfte LTE anbieten.

funkschau: 1,43 Milliarden Euro hat der Konzern für die Lizenzen bezahlt, in den Roll-out wird kräftig investiert. Wie, wann und in welcher Form sollen diese Investitionen wieder zurückkommen? Mit welcher Strategie will sich Vodafone Marktanteile sichern?
Bickel: Vodafone Deutschland bietet als erster Anbieter bereits seit Dezember vergangenen Jahres LTE für Kunden in ganz Deutschland als wirklich erhältliche und auch nutzbare Lösung an. Während andere Anbieter noch Pilottests mit wenigen ausgewählten Nutzern machten, konnten wir bereits fertige Lösungen bestehend aus Tarifen und Hardware anbieten. Als erster Anbieter haben wir also einen Vorsprung, den unsere Kunden nutzen und der uns Marktanteile sichert. In den vergangenen zehn Jahren hat Vodafone Deutschland 20 Milliarden Euro in den Zukunftsstandort investiert. Das sind langfristige Investitionen, die unseren Vorsprung in punkto Netzqualität und Innovation sichern. Darum nutzen immer mehr Kunden unsere Dienste immer häufiger. Insbesondere im Datenbereich verzeichnen wir ein entsprechendes Wachstum. In Kürze starten wir zudem mit noch mobiler zu nutzenden Angeboten, bei denen Vodafone-Kunden immer das jeweils beste verfügbare Netz nutzen können.

funkschau: Der Preis ist ein heikles Thema. Denken Sie, dass die Deutschen bereit sind, in Zeiten der Flatrate-Mentalität für Qualität zu bezahlen? Schaffen Sie jetzt, durch LTE, die Wende hin zu qualitätsorientierten Diensten?
Bickel: Zunächst ist es wichtig, festzuhalten, dass LTE bereits zum gleichen Preis genutzt werden kann, wie auch ein DSL-Anschluss. Die günstigen Tarife für LTE und die Auswahl an unterschiedlicher Hardware – vom LTE-Surfstick bis zum Paket aus LTE-Modem und WLAN-Router für die Nutzung von Sprachtelefonie und zum Surfen über LTE – sorgen zudem dafür, dass LTE von Vodafone Deutschland für die Kunden sehr attraktiv ist und entsprechend gut angenommen wird. Da wir für verschiedene Bedürfnisse die passenden Produkte und Tarife anbieten, honorieren unsere Kunden die hohe Qualität unserer mehrfach ausgezeichneten Netze. Wer nur wenig surft, zahlt also gerechterweise auch weniger als jemand, der sehr viel mehr surft. Insofern müssen wir keine Wende schaffen, da Vodafone Deutschland schon immer qualitätsorientierte Dienste angeboten hat.

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