Mobile Endgeräte

Laptops first

13. Dezember 2021, 10:30 Uhr | Sabine Narloch | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Hindernis Chipkrise

Für hybrides Arbeiten sind mobile Geräte die Grundbedingung – laut aktuellen Zahlen des Digitalverbands Bitkom ist für 2021 bei mobilen PCs mit einem prognostizierten Umsatzplus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr zur rechnen, bei Tablets mit einem Plus von 19 Prozent. Im Hinblick auf Desktop-PCs werde dagegen ein Minus von fünf Prozent erwartet. Die Nachfrage nach mobilen Rechnern, die sich durch die hybride Arbeitsweise ergibt, ist zweifelsohne gegeben, doch die aktuelle Chipkrise beziehungsweise die weltweite Halbleiterknappheit bremst die Herstellung von Notebooks und Co. aktuell aus. So gibt Robin Wittland Einblick, dass das Hardware- und Surface-Geschäft von Microsoft „durch die Herausforderungen in der Lieferkette negativ beeinflusst“ wurde. Reagieren konnte man jedoch auf Ebene der Supply Chain und den beteiligten Partnern. So mobilisiere Microsoft „das gesamte Ökosystem von Chip- und Hardware-Herstellern sowie Händlern, um eine große Auswahl an Geräten zur Verfügung zu stellen“, erklärt Wittland die Strategie des Herstellers. Und auch Acer habe seine Prozesse kurzfristig optimiert, „um Lieferketten auch in Zeiten wie diesen stabil zu halten“, berichtet Rönnebeck. Ähnlich sieht die Lage darüber hinaus bei Dynabook aus: Dort habe man die Lieferkette der aktuellen Situation angepasst und versuche „bestmöglich auf Alternativen und verschiedene Transportmittel auszuweichen“, erklärt Büchner.

Aber auch wenn die Hersteller versuchen, ihre Kunden möglichst nicht auf neue Notebooks und andere Geräte warten zu lassen, Geduld ist angesichts der Chipkrise auf der einen Seite und dem verstärkten Willen, die Mitarbeiterschaft mit mobilen Rechnern auszustatten, wohl vielerorts dennoch gefragt.

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Notebooks im Einsatz: Hybride Meetings

Da sich in vielen Unternehmen zumindest tageweises Arbeiten im Homeoffice durchgesetzt hat, kommt es mitunter nur noch selten dazu, dass alle Teammitglieder gleichzeitig vor Ort sind. Bei Besprechungsbedarf sind Videokonferenzen vielerorts Routine geworden. Man könne daher davon ausgehen „dass hybride Besprechungen auf absehbare Zeit die Norm sein werden“, so Raed Kaplan, Sales Director Collaboration DACH und Country Manager DACH Sales & Services bei Barco; das Unternehmen entwickelt Visualisierungs- und Collaboration-Lösungen. Dem Besprechungsraum komme dabei eine besondere Bedeutung zu, denn er ist „oft der einzige Bereich im Büro, der über die geeignete AV-Ausstattung verfügt, um ein hybrides Meeting durchzuführen“. Allerdings gebe es hier meist ein fixes Setup, so dass Mitarbeiter-Innen „eine Konferenz nur über eine bestimmte Plattform abhalten“ können. Kaplan erinnert daran, wie so manches Meeting vor der Pandemie ablief: So dauerten Zusammenkünfte mitunter länger als geplant, „weil erst noch das richtige Kabel verbunden und eine Internetverbindung hergestellt werden musste, um sicherzugehen, dass alle Teilnehmer gesehen und gehört werden und Inhalte für alle sichtbar sind“, resümiert Kaplan.

Eine Alternative könne ein Bring-Your-Own-Meeting-Ansatz sein. Hinter BYOM stecke „ein Konzept, bei dem Arbeitnehmer ihren Laptop – einschließlich der vom Arbeitgeber bereitgestellten Geräte – zum Meeting mitbringen, eine Verbindung zur vorhandenen Ausstattung im Besprechungsraum herstellen und ihre bevorzugte Konferenzplattform nutzen, um die Besprechung über ihr eigenes Gerät abzuhalten“, wie Kaplan erläutert. Solche Lösungen können „den Nutzer nahtlos mit der jeweils verwendeten Videokonferenzplattform verbinden“.

Somit sollte also überlegt werden, ob in Meetingräumen mehr AV-Geräte aufzustellen sind oder ob nicht besser agnostische Lösungen in Betracht gezogen werden, „die mit den bereits vorhandenen Geräten kombinierbar sind“, gibt Kaplan zu bedenken. In jedem Fall wird in so manch einem Unternehmen noch die Aufgabe anzugehen sein, die Vor-Ort-Räume an die mobile und hybride Arbeitsweise anzupassen.

 


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