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AWS Summit 2019

Klarkommen mit der Cloud

04. März 2019, 09:57 Uhr   |  Sabine Narloch

Klarkommen mit der Cloud
© Amazon Web Services

Im zentral gelegenen Kongresszentrum „Station“ in Berlin fand am 26. und 27. Februar der AWS Summit statt. Rund 6.000 Besucher waren gekommen, um sich zu Diensten und Funktionen der Amazon Web Services sowie über Neuheiten zu informieren.

Klaus Bürg, General Manager AWS DACH, begrüßte am 26. Februar die Zuschauer in der vollbesetzten Keynote-Hall. Er erinnerte an den ersten Summit in Deutschland vor acht Jahren, bei dem 150 Besucher gezählt wurden. Die Keynote-Hall beim diesjährigen Summit fasste dagegen über 5.000 Plätze.

Vergrößert hat sich in den Jahren auch das Angebot an Services, inzwischen sind es 165. Die treibende Dynamik dahinter: die Cloud. Sie wachse „in einem Tempo, wie wir es uns nicht hätten vorstellen können, als wir vor mehr als zwölf Jahren die ersten Cloud-Services gelauncht haben“, so Bürg. Allerdings sei es mittlerweile für Business-Entscheider schwierig geworden, technologisch wirklich nachzuvollziehen, was gerade passiere und welche Möglichkeiten sich aus den technologischen Entwicklungen rekrutieren lassen.

Digital Builders Showroom
Um diese Kluft, die sich zwischen Technologie und Business-Entscheidungsträgern mitunter auftut, zu schließen, habe man zusammen mit der Boston Consulting Group eine Initiative ins Leben gerufen: den „Digital Builders Showroom“. Die Eröffnung in München ist für Mitte des Jahres geplant. Dort sollen die komplexen Digitalthemen und Zusammenhänge für Unternehmen greifbar gemacht werden. Anwendungsbeispiele aus Branchen wie Handel, fertigende Industrie oder Banken- und Versicherungswesen auf der einen Seite und Schlüsseltechnologien wie Cloud-/Edge-Computing, Machine Learning sowie Verfahren zur analytischen Datenverarbeitung auf der anderen Seite sollen künftigen Besuchern verständlich gemacht werden.

„There is no better way than to learn from each other“
Es scheint, dass gerade in diesen disruptiven Zeiten die Menschen sich die Welt gegenseitig ein Stück weit erklären müssen. Oder wie Dr. Werner Vogels, CTO bei amazon.com, es im Rahmen der Keynote formulierte: Man solle sich mit den Menschen austauschen, die neben einem sitzen. Aus diesem Austausch wolle sich AWS nicht ausnehmen. Vogels forderte ein, Feedback an AWS zu geben. Weit über 90 Prozent der Features und Services von AWS der letzten Jahre seien durch Kundenfeedback entstanden oder optimiert worden.
Beim Überblick über die AWS-Bandbreite an Entwicklertools gab es auch die ein oder andere Vorankündigung auf neue Services:

  • „Amazon Managed Blockchain“, ein vollständig verwalteter Service für die Erstellung und Verwaltung skalierbarer Blockchain-Networks
  • „AWS Lake Formation“, ein Service, mit dem es laut AWS innerhalb von Tagen möglich sei, einen sicheren Data Lake einzurichten
  • Der Inferenzchip für Machine Learning „AWS Inferentia“ unterstützt Deep Learning Frameworks von Tensor Flow, Apache MXNet und PyTorch sowie Modelle, die das ONNX-Format nutzen.

Reise in die Wolke
Einblicke, wie sich die Geschäftsmodelle und Unternehmen verändert haben, gaben im Rahmen der Keynote unter anderem Adidas, Siemens Mobility oder auch TUI. Der Reiseanbieter ist seit 50 Jahren im Markt, verfügt über eigene Hotels, Flugzeuge und Flüge und befördert 27 Millionen Reisende pro Jahr. Elke Reichart, Chief Digital Officer der TUI Group, zeigte auf, wie sich die Cloud Journey des Unternehmens bislang gestaltete. Vor allem stellte Reichart fest, dass sich das Unternehmen von einer Travel-Company hin zu einer Technology-Company in der Reisebranche entwickelt habe. Das dürfte auch die Genese sein, die von den Unternehmen derzeit generell gefordert ist.

Gelegenheit zur Information und vertiefenden Einblicken bot die Summit-Agenda; in insgesamt neun Hallen konnten Besucher an beiden Tagen an Breakout-Sessions teilnehmen. In der Expo Hall waren zudem Partnerunternehmen vor Ort, an deren Ständen sich die Teilnehmer über Produkte und Angebote informieren konnten.

AWS Summit Berlin

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