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Innovatoren identifizieren, fördern und halten

10. Februar 2020, 11:57 Uhr   |  Autor: Karsten Flott / Redaktion: Sabine Narloch

Innovatoren identifizieren, fördern und halten
© lightwise/123rf

Um auf einem Markt, der immer kompetitiver wird, erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen innovativ agieren. Was genau aber ist der Schlüssel zur Innovation? Unternehmen müssen IT-Abteilungen mit einer hohen Anzahl motivierter Top-Fachkräfte aufbauen – den sogenannten Agents of Transformation.

Fortschritte in Rechenleistung, Automatisierung und Künstlicher Intelligenz verändern die Welt, in der wir leben – Prozesse laufen schneller denn je und IT-Infrastrukturen sind dementsprechend komplex. Um diesen rasanten Wandel zu bewerkstelligen, braucht es IT-Experten, die sich den Herausforderungen von morgen stellen: sogenannte Agents of Transformation. Darunter sind IT-Fachleute zu verstehen, die die Initiative bei der Digitalen Transformation ergreifen und sicherstellen, dass ihr Unternehmen bei der technologischen Revolution an vorderster Front steht. Diese Mitarbeiter tragen maßgeblich zur Schaffung und Erhaltung des Wettbewerbsvorteils von Unternehmen bei. Sie treffen ihre Entscheidungen basierend auf Daten, die eine strategische Sichtweise auf Prozesse und Probleme innerhalb des Unternehmens ermöglichen. Um ihr volles Potenzial zu entfalten, brauchen sie jedoch das richtige Arbeitsumfeld. Eine globale Untersuchung von AppDynamics zeigt auf, unter welchen Bedingungen IT-Fachkräfte heutzutage arbeiten.

Defizite bei Unternehmen erfordern schnelles Handeln
Damit Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit in den nächsten zehn Jahren aufrechterhalten können, müssten mindestens 42 Prozent der Mitarbeiter als solche Innovationsträger agieren. Die Untersuchung zeigt allerdings: Nur vier Prozent der deutschen IT-Fachkräfte können tatsächlich als Agents of Transformation klassifiziert werden. Das stellt viele IT-Leiter vor neue Herausforderungen. Sie müssen gezielt Agents of Transformation identifizieren und fördern, um langfristig wettbewerbsfähig zu werden beziehungsweise zu bleiben. Dabei handelt es sich nicht um ein rein deutsches, sondern um ein globales Phänomen: Weltweit lassen sich gerade mal neun Prozent der Mitarbeiter als Agents of Transformation in den IT-Abteilungen identifizieren. 

Unternehmen müssen diesen Agents aber auch attraktive Umfelder bieten. Genau dort sehen IT-Experten verschiedene Defizite: Nur 19 Prozent der Befragten sind davon überzeugt, dass ihre Organisation für den technologischen Fortschritt gerüstet ist. Damit stimmen die Deutschen mit ihren internationalen Kollegen überein: Weltweit äußern sich ebenfalls nur 22 Prozent der IT-Fachkräfte optimistisch, was den technologischen Wandel in ihrem Unternehmen betrifft. 47 Prozent der deutschen IT-Fachkräfte geben an, dass es in ihrer IT-Abteilung zu viel veraltete Technologie gibt. Zudem haben 43 Prozent keinen Zugriff auf Daten, die sie eigentlich benötigen, um Innovationsziele zu erreichen.

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2. Deutsche Unternehmen im Zugzwang

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