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Sicherheit in hybriden IT-Umgebungen

Hybrid Cloud und Back-up

05. März 2019, 11:00 Uhr   |  Autor: Roland Stritt / Redaktion: Sabine Narloch

Hybrid Cloud und Back-up
© rawpixel / 123rf

Durch den Trend zu Hybrid-Cloud-Umgebungen sind Daten verteilt zwischen einem eigenen Rechenzentrum und der Public Cloud. Für Back-up, Wiederherstellung und Test/Dev-Datenbereitstellung ist eine Cloud-fähige Datenmanagementlösung gefragt.

Der Markt für Cloud-Services in Deutschland soll im vergangenen Jahr um fast 30 Prozent gewachsen sein, so eine Studie von ISG Research. Immer mehr Unternehmen wollen von den Vorteilen des Cloud-Computing profitieren, dabei jedoch nicht vollständig auf ihre eigene Infrastruktur verzichten. Somit dürften sich Hybrid-Cloud-Umgebungen in diesem Jahr weiter durchsetzen.

Für Unternehmen bedeutet die Hybrid Cloud die Flexibilität, einige Produktionsanwendungen vor Ort und einige in der Public Cloud vorzuhalten. Oft sind Anwendungen, die von Legacy-Systemen abhängig sind und auf Nicht-Intel-Maschinen laufen, automatische Kandidaten, um im Rechenzentrum vor Ort zu verbleiben. Wenn das Entwicklungsteam plant, eine neue Anwendung mit Containern und einer No-SQL-Datenbank zu erstellen, ist diese ein typischer Kandidat für die Public Cloud. Dort steht eine komplette Plattform mit allen nötigen Ressourcen bereit, um als Service genutzt zu werden. Ebenso werden Daten bei Bedarf an eine Public Cloud gesendet, um sie dort zu analysieren oder eine Testumgebung aufzubauen. Dies ist vielleicht nur einmal im Monat für zwei Tage erforderlich. In dieser Zeit werden die gemieteten Rechenkapazitäten genutzt – für einen Bruchteil der Kosten, die für ein neues Rechenzentrum und eigene Infrastruktur anfallen würden. Ebenso ist es möglich, in der Cloud mit mehreren Testumgebungen zu arbeiten und so die Entwicklungszyklen deutlich zu reduzieren. Eine Hybrid-Cloud-Architektur bietet sich somit an, um die Cloud-typische Geschwindigkeit und Flexibilität bei Anwendungsfällen wie Test/Dev und Analytik zu nutzen.

Dies sind nur die gängigsten Beispiele, die unterstreichen, warum der Aufbau einer Hybrid-Cloud-Architektur auch 2019 sicherlich weiterhin energisch vorangetrieben wird. Stets geht es darum, Projekte zu beschleunigen, um sich im Wettbewerb behaupten zu können. Ziel ist es, künftig mehr Zeit und Geld unmittelbar in Anwendungen, Entwicklung und Big-Data-Analytik zu investieren – statt wie früher in die Verwaltung und Wartung der eigenen Infrastruktur.

Zentrale Datenplattform für die Hybrid-Cloud-Umgebung
Die Mobilität der Daten nimmt durch den Trend zur Hybrid Cloud zu. Bestände sind zunehmend verteilt, was die Sicherung nicht gerade einfacher macht. Zeitgemäße Datenmanagementlösungen müssen daher Datenmobilität unterstützen, aber stets erfassen, wo diese Daten aktuell überall vorgehalten werden. So soll es trotz räumlich verteilter Speicherung möglich sein, schnell und zuverlässig Back-ups zu erstellen und Wiederherstellungen auszuführen. Darüber hinaus geht es darum, bei Bedarf große Datenbestände für verschiedene Anwendungsfälle möglichst schnell verfügbar zu machen. Dabei kann eine entsprechende Lösung für Cloud Data Managment helfen. Ein Ansatz ist eine API-gesteuerte zentrale Plattform für die automatisierte Verwaltung und Sicherung von Daten in der Cloud und On-Premise. Über diese stehen Back-up, Storage, Replikation, Recovery und Datenmanagement bereit. Als Hardware wird eine Appliance in die vorhandene physische IT-Infrastruktur integriert. Diese beinhaltet unter anderem eigene CPUs, Festplatten, Netzwerkverbindungen, Flash-Speicher und die CDM-Software. Durch Hinzufügen weiterer Appliances lässt sich die Performance und Kapazität der gesamten Architektur gegebenenfalls linear skalieren. Ziel ist es, dadurch Back-up und Recovery zu vereinfachen, die Cloud-Einführung zu beschleunigen und eine hochgradige Automatisierung des Datenmanagements zu erreichen.

Durch eine konvergierte CDM-Plattform werden Back-up-Daten besser nutzbar und entsprechende Software überflüssig. Dazu können mehrere Aspekte beitragen, wie beispielsweise Katalogmanagement und deduplizierter Speicher. Verfolgt eine solche Plattform einen Scale-out-Ansatz, so kann je nach Anforderung neue Hardware hinzugefügt und konfiguriert werden – wodurch das Gesamtsystem kontinuierlich wachsen kann. Als nützlich erweist es sich, wenn eine entsprechende Management-Plattform die Möglichkeit bietet, zeitpunktspezifische Daten sofort wiederherzustellen. Dies macht einerseits Back-up und  Recovery sehr leistungsfähig, zum anderen profitieren beispielsweise auch Entwickler von solch einer Funktion, da ihnen somit für Test und Development jederzeit reale Daten zur Verfügung stehen.

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1. Hybrid Cloud und Back-up
2. Datenmanagement für Test/Dev, Analytik & Co.

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