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Cyber Distancing

Homeoffice, safe Homeoffice

22. Juli 2020, 14:30 Uhr   |  Autor: Christoph M. Kumpa / Redaktion: Sabine Narloch | Kommentar(e)

Homeoffice, safe Homeoffice
© Alphaspirit / 123rf

Noch immer arbeiten viele von Zuhause aus, einige Unternehmen haben das Homeoffice nun als gleichberechtigte Variante neben der Vor-Ort-Arbeit eingeführt. Doch das Thema Sicherheit ist allgegenwärtig. Einige Tipps, wie das Heimnetzwerk sicherer wird, hat Christoph M. Kumpa von Digital Guardian.

Die starke Homeoffice-Zunahme hat für viele Mitarbeiter die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verwischt. Verwenden Unternehmen nicht eine Art Virtual-Desktop-Technologie, die die Heimumgebung der Mitarbeiter von der Arbeitsumgebung trennt, kann dies Daten gefährden. Bei einigen Unternehmen sind die Heimnetzwerke der Mitarbeiter mit Sicherheitsebenen wie industriellen Next-Generation-Firewalls, Zwei-Faktor-authentifizierten WLAN-Hotspots und anderen Security-Lösungen ausgestattet. In manchen Fällen jedoch verwenden Mitarbeiter lediglich ihren privaten Mietrouter, inklusive mitgelieferter Standardeinstellungen. Damit können Sicherheitsrisiken für den beruflichen Datenverkehr entstehen.

Wie Mitarbeiter ihre Heimnetzwerk-Umgebung sicherer gestalten und sich mit entsprechenden Verhaltensweisen in „Cyber Distancing“ üben können, um einen digitalen Abstand zwischen Zuhause und Arbeitsleben zu wahren, zeigen die folgenden Handlungsempfehlungen auf:

Optimierungen für das Heimnetzwerk
Einige Empfehlungen für das Heimnetzwerk klingen kompliziert, sind jedoch leicht umzusetzen. Nutzer müssen hierfür nur auf die Homepage ihres Routers zugreifen. Normalerweise befinden sich diese Informationen zusammen mit dem Standardpasswort auch auf dem Router selbst. Wenn Nutzer diese Informationen in die Navigationsleiste ihres Webbrowsers eingegeben haben, werden sie aufgefordert, Benutzernamen und Passwort einzugeben. Anschließend können sie die Standardeinstellungen modifizieren.

  • SSID des WLAN-Netzes nicht übertragen: Wenn die SSID oder der Netzwerkname gesendet wird, bedeutet das, dass jede Person in der Umgebung das Signal auffangen und versuchen kann, auf das Netzwerk zuzugreifen.
  • Standardpasswörter ändern: Es ist empfehlenswert, das administrative Passwort auf dem Router zu ändern. Manchmal kommt das Gerät bereits mit einem komplexen Passwort, es ist jedoch noch besser, wenn nur der Benutzer das Passwort kennt.
  • Sicheres Passwort für den WLAN-Zugang mit WPA2-Verschlüsselung: Ein sicheres Passwort ist normalerweise mehr als 20 Zeichen lang und besteht aus Zahlen, Buchstaben und Symbolen.
  • Sicherstellen, dass der Fernzugriff deaktiviert ist: Diese Einstellung ermöglicht, das Netzwerk fernzusteuern, öffnet aber auch eine Hintertür für Hacker. Nutzer sollten deshalb sicherstellen, dass diese Einstellung in den Konfigurationen deaktiviert ist. Hierfür können sie einfach nach dem Stichwort „Remote Access“ suchen.
  • Aktualisierung der Firmware des Routers: Router verfügen normalerweise nicht über eine automatische Aktualisierungsfunktion, doch es ist sehr wichtig, dass die Firmware auf dem neuesten Stand und frei von Fehlern und Schwachstellen ist. Dies sollte circa alle sechs Monate überprüft werden.
  • IoT-Geräte: IoT-Geräte können massive Sicherheitslücken im Netzwerk verursachen, zumal viele Geräte mit schwachen Standard-Anmeldeinformationen und benutzerdefinierten Ports ausgestattet sind, die Angreifer über ihre Existenz informieren können. Nutzer sollten daher das Passwort aktualisieren und die Standard-Ports modifizieren. Dies erfordert eine sogenannte Portweiterleitung auf dem Router an einen neuen Port, den der Nutzer zuweist.
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