Highend-Admin-Tools für ITK-Server

1. Februar 2008, 0:00 Uhr | funkschau sammeluser | Kommentar(e)

Mithilfe von Serviceprozessoren können Administratoren den Zustand von Servern überwachen und bei kritischen Ereignissen frühzeitig eingreifen. Damit stehen Management- Tools unabhängig vom Betriebszustand und Betriebssystem zur Verfügung.

Von Christoph Kartes

Serviceprozessoren sind unabhängig vom Server-Betriebszustand und haben einen eigenen Ethernet-Anschluss. Administratoren können darüber Ausfallursachen diagnostizieren beziehungsweise potenzielle Ausfälle prognostizieren und verhindern. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, die Stromzufuhr der Server ohne eine zusätzliche Power-Management- Lösung zu steuern. Ebenso sind Serviceprozessoren in der Lage, die Vitalitätsdaten der Server über die Abfrage unterschiedlicher Sensoren zu überwachen.

Open-Source-basierter Standard IPMI

 

IPMI (Intelligent Platform Management Interface) wurde 1998 eingeführt und vom IPMIForum entwickelt. Der Standard definiert, wie Administratoren die Systemhardware und Sensoren überwachen, Systemkomponenten steuern und Protokolle wichtiger Systemereignisse abrufen, um eine Remote-Verwaltung und -Wiederherstellung durchzuführen. IPMI überwacht die Systemfunktionen der Hardware wie beispielsweise Temperatur, Lüfter, Spannung, Hardwarefehler und Eingriffe am Switch. Letztere lassen sich ermitteln, um festzustellen, ob und wann jemand Zugriff auf den Server hatte.

Etwa 150 Serverhersteller haben die Spezifikation bisher adaptiert. Die IPMI-Firmware läuft auf dem Serviceprozessor. Selbst wenn der Server ausfällt oder das Betriebssystem gestört ist, können Nutzer über IPMI noch mit der Serverhardware kommunizieren. Der Informationsaustausch läuft dabei über das LAN. Dies kann ein eigener physischer Netzwerkanschluss sein oder über den Stecker des produktiven Netzwerkanschlusses im Sideband erfolgen. IPMI 2.0 erlaubt den Datenaustausch über Serial over LAN (SOL).

Der Hauptvorteil von IPMI ist, dass der Standard von den meisten Serverherstellern unterstützt wird und den Nutzer der entsprechenden Serviceprozessoren nicht an einen Hardware- Lieferanten bindet.


  1. Highend-Admin-Tools für ITK-Server
  2. Proprietäre Lösungen
  3. Fazit

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