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Digital-Gipfel

Hausaufgaben in der Digitalisierung nicht vernachlässigen

13. Juni 2017, 15:20 Uhr   |  Redaktion: Diana Künstler / Quelle: dpa | Kommentar(e)

Hausaufgaben in der Digitalisierung nicht vernachlässigen
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v.l.n.r.: Lars Kalfhaus (Roche Diabetes Care Deutschland), Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann betrachten am 13.06.2017 in Ludwigshafen beim Digital-Gipfel der Bundesregierung am Stand "Digitale Diabetesprävention" einen Tabletcomputer.

Der 11. Digital-Gipfel unter dem Motto "vernetzt besser leben" fokussiert dieses Jahr die Vernetzung im Gesundheitswesen, aber auch die Zukunft der digitalen Wirtschaft und die Möglichkeiten der Online-Verwaltung. Zypries nutzte den Gipfel, um Manager zu mehr Tempo in der Digitalisierung zu mahnen.

Beim Digitalgipfel in Ludwigshafen hat Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) die Unternehmer aufgefordert, in der flotten Konjunktur ihre Hausaufgaben in der Digitalisierung nicht zu vernachlässigen. Wenn Unternehmen vor allem damit beschäftigt seien, ihre vollen Auftragsbücher abzuarbeiten, fehle womöglich die Zeit für die Entwicklung von Digitalstrategien. Daher berge der gegenwärtige Erfolg der Wirtschaft auch eine Gefahr, mahnte Zypries am Dienstag zum Auftakt des Hauptprogramms auf dem zweitägigen Spitzentreffen von Politikern, Unternehmern und Wissenschaftlern.

Hauptthema des zum elften Mal stattfindenden Forums ist in diesem Jahr die Vernetzung im Gesundheitswesen. Bei der Entwicklung von digitalen Anwendungen für das Gesundheitswesen müsse der Datenschutz gewahrt bleiben, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). “Datensouveränität der Patienten spielt bei diesem Thema mit Sicherheit eine ganz besondere Rolle.” Sie sei aber überzeugt, dass am Ende der Gewinn für die Menschen überwiegen werde.

Bei digitalen Neuerungen wie dem autonomen Fahren seien auch ethische Fragen zu klären, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Aber “wir können nicht den Zweiflern, wir können nicht den Bedenkenträgern, der latenten Innovationsfeindlichkeit die Meinungsführerschaft überlassen”.

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