Cloud-Computing

Gibt es die maßgeschneiderte Cloud?

22. März 2011, 15:05 Uhr | Claudia Rayling, funkschau-Redaktion | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 7

Expertenkommentar von Cisco

Cloud-Computing als Paradigmenwechsel

In einer Cloud wird IT generell zu einem Service mit nutzungsabhängiger Abrechnung. Cloud-Dienste lassen sich bei Bedarf ad hoc bereitstellen und im umgekehrten Fall ebenso schnell wieder annullieren. Cloud-Computing kommt einem Paradigmenwechsel gleich, der den Wertschöpfungsbeitrag der IT in Wirtschaft und Gesellschaft auf ein völlig neues Niveau anheben wird.

Cloud-Computing als Wende oder Transformationspunkt ist durchaus die logische und konsequente Weiterführung in der Entwicklung der IT. Das Besondere ist hierbei, dass ein Modell geschaffen wird, das nicht dem vereinfachten Input-Verarbeitung/Output-Modell unterliegt, sondern IT-Leistungen differenziert beschreiben kann.

Im Gegensatz zu traditioneller IT, wo wir Betriebsmodelle wie Colocation, Hosting, Outsourcing mit einer Wertschöpfungssteigerung durch Skalierungseffekte haben, zeichnet sich ein Cloud-Service durch attraktive Eigenschaften für den Anwender aus. Dieser kann selbständig einrichten, hat Zugriff über verschiedenste Medien, „unlimiterte“ Kapazitätsbereitstellung seitens des Providers, schnelle und elastische Modifikation des Portfolios als auch völlige Transparenz im Hinblick auf Bereitstellung und Abrechnung der genutzten Ressourcen. Dieser Anspruch der Eigenständigkeit seitens des Nutzers in Verbindung mit dynamischer Ressourcenbereitstellung lässt sich aus dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit nur erreichen, wenn die eingesetzten Ressourcen genau in dem Moment, in dem sie gebraucht werden, auch zugeordnet werden. Hier ist der Einsatz von Virtualisierungstechnologien unabdingbar.

Das Thema Virtualisierung ist nicht neu. Virtualisierung wird seit Jahrzehnten in der IT eingesetzt, muss jetzt aber durch den eines End-to-End-Ansatzes mit weiteren Attributen zur Steuerung ergänzt werden.

Die Umstellung auf Cloud-Computing kann dabei in mehreren Phasen erfolgen. Die erste Phase optimiert die konventionelle Rechenzentrums-Architektur durch Konsolidierung und Virtualisierung der IT. Hier wird eine weitgehende Entkopplung von RZ-Leistung –  wie Serverleistung, Speicherkapazität und Netzwerk von einer direkten physischen Zuordnung hin zu einer virtuellen Ressource erreicht. Diese Optimierung setzt bereits die ersten finanziellen Mittel frei, die für die nächste Transformationsphase reinvestiert werden kann.

Darauf aufbauend in Phase 2 folgt die Standardisierung administrativer Abläufe: regelbasierende Einrichtung von Server, Netzwerk und Speicher, Mandantenfähigkeit im Bereich von virtuellen Load-Balancing oder Firewalls. Sie sind die Basis, die eine weitere Automatisierung dieser Prozesse erlaubt. Bereitstellungszeiten und manueller Aufwand werden signifikant reduziert, die Systeme werden damit auditfähig. Damit sind die ersten Voraussetzungen für flexible Cloud-Geschäftsmodelle erfüllt.

In der Phase 3 erfolgt die individuelle betriebswirtschaftliche Anbindung, bei der ein IT-Service-Katalog das Leistungsspektrum beschreibt und der Nutzer seinen entsprechenden Service abrufen und einrichten kann.

Viktor Hagen, Data-Center-Architecture & -Virtualisation bei Cisco

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