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Innovative Arbeitswelten

Gescher Valley

02. September 2019, 15:39 Uhr   |  Autor: Sabine Narloch


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Zum Campus gehört auch ein Gesundheitszentrum inklusive

dvelop Meetingräume Economy Sharing Arbeitswelt
© D.velop

Im Zentralgebäude sind die gemeinschaftlich genutzten Meetingräume untergebracht. Sicht-Beton und Sicht-Estrich stehen im Kontrast zu warmen Materialien von Möbeln und Vorhängen.

Fitnessbereich, Ärzten und Apotheke. Diese Einrichtungen stehen Campus-Mitarbeitern sowie den Einwohnern von Gescher offen. Auch eine Kita gibt es, sie eröffnet zum Kindergartenjahr 2019/20 im August. Im ersten Betriebsjahr werden zunächst 26 Kinder betreut. Ein Großteil davon sind Kinder der Mitarbeiter auf dem Campus, aber es wird auch der Nachwuchs von Gescheraner Familien betreut.

Damit wird die gesellschaftliche Verantwortung deutlich, die D.velop mit diesem Projekt übernehmen möchte. Von Jahr zu Jahr soll die Anzahl der betreuten Kinder auf bis zu 45 anwachsen.
Seit den ersten Überlegungen vor sieben Jahren sind mittlerweile 50 Prozent der Fläche veräußert. Inzwischen arbeiten rund 700 Menschen in 18 Unternehmen auf dem Gelände. Räumlichkeiten sind nach wie vor verfügbar, auch in weiteren geplanten Bauabschnitten.
Interessant ist das Konzept auch für Start-ups. „Sie wirken – wenn sie zum Beispiel Besucher empfangen – professionell aufgestellt in einem professionellen Areal“, so Kramer, der das gesamte Campus-Projekt von Beginn an betreut hat. Grundsätzlich wird das Ziel verfolgt, dass sich hier „ausschließlich IT- Firmen oder thematisch ähnlich angesiedelte Dienstleistungsunternehmen niederlassen sollten“, so Pliete. Potenzielle Campus-Unternehmen sollten in jedem Fall bereit sein, innovative Wege zu gehen und „ihre Firmenmauern für eine lebendige Community auf dem Campus zurückzunehmen“, konkretisiert Pliete.

Arbeiten und Freizeitaktivitäten im Grünen
Außer dem gemeinsamen Arbeiten zeichnen zahlreiche Aktivitäten die Campus-Community aus: Gemeinsame Freizeit- und After-Work-Aktivitäten, Kickerturniere, ein Beachvolleyballfeld steht bereit, künftig soll es einen Soccerplatz geben. Es gibt firmenübergreifende Radfahr- und Laufgruppen – und auch Food-Trucks fahren den Campus vermehrt an. Zudem gibt es die Überlegung, ein D.velop-internes Vortragsformat unter dem Titel „Innovation2use“ auf andere Campusteilnehmer auszuweiten. Es beinhaltet, dass „Mitarbeiter jeden zweiten Freitag in Kurzpitches innovative Ideen zentral vorstellen können“, erläutert Pliete.

Und als nächstes dann Werkswohnungen? Fast. In Planung ist ein Boardinghouse mit kleinen Wohnungen. Diese sind vor allem für Mitarbeiter in der Einarbeitungsphase gedacht; so stehen sie zu Jobbeginn nicht unter dem Druck, sofort eine Wohnung finden zu müssen.

Zieht der Campus also wirklich Mitarbeiter nach Gescher? „Eindeutig ja“, ist Pliete überzeugt. So helfe das kreative und weltoffene Arbeitsumfeld in Verbindung mit guten Möglichkeiten gerade jungen Familien, Arbeit und Familienleben miteinander zu vereinbaren. „Der D.velop Campus zahlt somit unmittelbar auf die Vorteile des eher ländlichen Raums ein“, so Pliete.

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