FTTX

Fragmentierte Breitbandnetze – die Chance für neue Geschäftsmodelle!

4. August 2011, 11:40 Uhr | Thomas Hoffmann, Euromicron | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Die neue Offenheit

Die aktuelle Diskussion über die künftige Breitbandversorgung in Deutschland scheint das Open-Access-Modell, und damit den freien Zugang aller Diensteanbieter auf eine bestehende Netzinfrastruktur, zu präferieren. Ein Blick auf die Märkte in Europa zeigt aber auch, dass Closed-Access-Netzbetreiber mit attraktiven regionalen Diensten oder mit dem Vertrieb von Bandbreiten über ein lukratives Geschäftsmodell verfügen können. Es gibt daneben noch Open-Access-Netzbetreiber, die sich darauf beschränken, Bandbreiten an Unternehmen zu vermieten oder diese über Umsatzbeteiligungen an Diensteanbieter weiterzugeben.

Auf überregionalen FTTH-Netzen können demgegenüber eine Vielzahl von Wholesale-, Endkunden- und öffentlichen Diensten wirtschaftlich lukrativ realisiert werden. Ein solches überregionales Netz aus einer Vielzahl von regionalen Netzen „virtuell“ zu schaffen und zu vermarkten, ist ein weiterer Geschäftsmodell-Ansatz, welcher sich auf Grund der fragmentierten Struktur ergeben kann und der auf ein Open-Access-Netz aufbaut.

Die fragmentierte Netzstruktur in Deutschland macht den Breitbandausbau sicherlich komplexer, eröffnet aber auch enorme Möglichkeiten, eine zielgruppenbezogene Kombination an Diensteangeboten einerseits und lohnenderen Geschäftsmodellen andererseits zu schaffen.

Anbieterkompass Anbieter zum Thema

zum Anbieterkompass

  1. Fragmentierte Breitbandnetze – die Chance für neue Geschäftsmodelle!
  2. Die neue Offenheit

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

euromicron AG

Breitband

Anbieterkompass