Messtechnik

Encircled Flux

31. August 2016, 13:05 Uhr | Autor: Christian Schillab / Redaktion: Diana Künstler | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Fehlerquellen

Fehlerquellen
Hinweis: Während der letzte Punkt nur für Multi Mode gilt, treffen alle anderen auch für Single Mode zu.
© Fluke Networks

1. Power Meter: Da die Dämpfung nach dem Setzen der Referenz gemessen wird, fließt hier nur die Linearität in die Messgenauigkeit ein und ist nahezu vernachlässigbar mit einem typischen Beitrag von weniger als 0,02 dB.

2. Stabilität der Lichtquelle: Hält man sich an die Empfehlungen des Herstellers und erlaubt eine eher konservative, sprich längere Aufwärmphase von circa einer halben Stunde, ist bei hochwertigen Quellen auch dieser Beitrag von weniger als 0,03 dB vernachlässigbar.

3. Güte der Messleitungen: Der Beitrag der Messleitungen steht in einem direkten Zusammenhang mit der Referenzier-Methode im nächsten Punkt, da sich der Beitrag zum Messfehler mit der Anzahl der Messleitungen, mit denen referenziert wird, multipliziert. Hier ist die Kernzentrierung der Faser von besonderer Bedeutung. Dies kann sehr einfach überprüft werden, indem nach dem Setzen der Referenz die zweite Messleitung eingefügt wird, um zu überprüfen, ob die Einfügedämpfung weniger als 0,1 dB ist. Oft gibt es im Feld die Meinung, dass die Verwendung von regulären Rangierkabeln ein Ergebnis liefert, das den Worst Case darstellt. Dies ist nur insofern richtig, dass es Ergebnisse mit einer „Worst Case Relevanz“ liefert und jederzeit auch zu optimistischen Ergebnisses führen kann. Ein modernes Messgerät führt den Anwender mit animierten Bildern durch den gesamten Prozess und stellt sicher, dass die Güte der Messleitungen überprüft wird.

Over-Filled- versus Under-Filled
Over-Filled- versus Under-Filled-Anregung durch die Lichtquelle
© Fluke Networks

4. Referenzier-Methode: Seit vielen Jahren sind Experten der Meinung, dass das Referenzieren mit nur einer Messschnur die relevantesten und am besten zu reproduzierbaren Ergebnisse liefert. Die aktuellen nationalen und internationalen Normen und Messvorschriften spiegeln diese Expertenmeinung wider.

5. Anregung durch die Lichtquelle: (Launch Conditions) Vorranginge Ursache für die Einfüge-Dämpfung bei einer Steckverbindung sind Exzentrizität, Konzentrizität und Unterschiede im Durchmesser der beiden Fasern. Die Auswirkung auf die ausgewiesene Einfügedämpfung hängt dabei von der Beschaffenheit der für die Messung verwendeten Lichtquelle ab. Untenstehendes Bild zeigt die Auswirkung von verschiedenen Anregungen bei einem gegebenen Faserversatz im Steckverbinder. Bei einer „Over-Filled“-Anregung wird im Vergleich zur „Under-Filled“ merklich mehr Licht blockiert und damit bei der Messung als Einfügedämpfung ausgewiesen. Als Eselsbrücke bietet sich an:

  • Over-Filled - Over Stated Loss (Überbewertung der Dämpfung)
  • Under-Filled - Under Stated Loss (Unterbewertung der Dämpfung)

Christian Schillab ist EMEA Product Manager/Media Test bei Fluke Networks


  1. Encircled Flux
  2. Vorteile einer Messung mit EF-konformen Lichtquellen
  3. Fehlerquellen

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