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All-IP

Eine neue Vielfalt

29. November 2019, 14:16 Uhr   |  Stephanie Jarnig

Eine neue Vielfalt
© 123rf

Die All-IP-Migration der Telekom hat einen weiteren Aufschub erhalten, die Effekte der Umstellung zeigen sich aber bereits seit Jahren. Noch nie zuvor war der Markt für Telekommunikationslösungen so facettenreich und anwenderfreundlich wie derzeit. Eine gute Nachricht für Unternehmen.

Am Ende dauert es doch noch etwas länger als geplant. Ursprünglich wollte die Deutsche Telekom alle ISDN- und Analog-Anschlüsse bis Ende 2018 abschalten, die Frist wurde durch die Bonner vor einiger Zeit aber für alle Geschäftskunden bis zum 30. September 2019 verlängert. Und rund eine Woche vor dem angepeilten Termin folgte ein weiterer Aufschub. Das neue Ende des langen Abschieds: der 30. November 2019. Bis zu diesem Stichtag will der Netzbetreiber anderen TK-Anbietern Zeit geben, um ihre Kunden rechtzeitig von Sprachtelefon- und ISDN-Mehrgeräteanschlüssen auf die IP-Technologie umzuziehen. „Auf expliziten Kundenwunsch werden wir die konkret benannten Alt-Anschlüsse, die noch nicht migriert wurden, erst acht Wochen später zum 30. November 2019 abschalten und nicht, wie bislang kommuniziert, zum 30. September 2019“, erklärte Kerstin Baumgart, Leiterin des Geschäftsbereiches Wholesale bei Telekom Deutschland, die abermalige Verlängerung.
Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM, Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdienste, begrüßte den neuen Zeitplan und sieht jetzt besonders so manches Anwenderunternehmen in der Pflicht, die eigene Umstellung noch etwas nachdrücklicher anzugehen. „Eine große Zahl der Telekommunikationsunternehmen hat die Migration bisher sehr gewissenhaft und in guter Kooperation mit ihren Endkunden und der Telekom durchgeführt“, so Grützner: „Einige Kunden sind die Migration noch nicht konsequent genug angegangen, was nun trotz des langen Vorlaufs in einigen Fällen zu Problemen führt.“

„Großer Vorlauf“
Die Telekom zeigt sich aber trotz der Verzögerungen zielorientiert. „Zum Jahresende wird der allergrößte Teil der Migration abgeschlossen sein“, sagt Klaus Müller, unter anderem verantwortlich für die IP-Migration im Business-Bereich der Telekom. Einzig die Migration weniger reiner Sprachanschlüsse im Geschäftskundenbereich werde laut Müller noch in 2020 erfolgen und abgeschlossen. Und sowohl Telekom als auch VATM unterstreichen klar, wo sie die Verantwortung für das Gelingen dieser Zielsetzung sehen: „Diejenigen Kunden, die bislang nicht reagiert haben, sind nun dringend aufgefordert, sich mit ihrem Anbieter umgehend in Verbindung zu setzen und die notwendigen Schritte abzustimmen“, appelliert Baumgart und Grützner ergänzt, dass das Zeitfenster der Unternehmen für die individuelle und zeitnahe Umstellung ausreichend groß gewesen wäre. „Alle Kunden wurden in der Vergangenheit mit großem Vorlauf von ihren Anbietern über den Wechsel in die All-IP-Welt informiert“, so der VATM-Geschäftsführer, der weiter ausführt: „Telekom und VATM werden zusammen Sorge dafür tragen, dass es bei ausreichender Kooperation von Kunden und Telekommunikationsunternehmen nicht zu ungewollten Abschaltungen kommt.“

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