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Digital Workplace Forum

Eine Kultur des Annehmens

08. Dezember 2017, 11:30 Uhr   |  Redaktion funkschau | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Flexible Vernetzung, transparente Kultur

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Peter Arbitter, Head of Portfolio & Marketing – Enterprise Customers, Telekom Deutschland auf dem Digital Workplace Forum 2017: „Das Betriebssystem ist wichtig, noch wichtiger ist aber die Frage nach dem Mehrwert.”

„Warum der digitale Arbeitsplatz mehr als ein Technik-Thema ist“, lautete das übergreifende Thema von Peter Arbitters Keynote, mit der der Telekom-Manager das Digital Workplace Forum eröffnete. Eine seiner Kernaussagen dabei: Digitale Trends – wie Virtual Reality,Social Computing, Edge, Cloud  und Unified Communications – peitschen sich gegenseitig an und entwickeln sich exponentiell. „Das ist zum einen Chance, bedeutet aber auch disruptiven Stress“, konstatiert Arbitter, der das Publikum während seines Vortrages immer wieder miteinbezieht. Zudem würden aktuelle Erhebungen zeigen, dass vielerorts die Weichen für ein flexibles und mobiles Arbeiten noch nicht gestellt seien – sowohl technologisch als auch kulturell. Wie also damit umgehen? Mit dem Kultzitat Peter Druckers „Culture eats strategy for breakfast“ verdeutlicht Arbitter in diesem Zusammenhang den nicht zu unterschätzenden Einfluss der Kultur auf die Strategieentwicklung: Die Unternehmenskultur ist folglich eine wesentliche Rahmenbedingung, die es dabei zu beachten gilt. Telekoms Lösung für das Kultur-Technologie-Dilemma: das Digital Age Learning, Lernen im digitalen Zeitalter, fördern.

„Winning mentality“ gefordert

Die zweite Keynote des Tages hielt Michael Korbacher von Google. Vorherrschendes Thema seines Vortrages: die Cloud in all ihren Facetten – von der Netzwerk-, über die Storage-, bis zur SaaS-Ebene, ob on-premise, hybrid oder Public – und die damit verbundenen Herausforderungen für Unternehmen.

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Michael Korbacher, Director Google Cloud DACH: „Die GDPR (Anm. d. Red.: General Data Protection Regulation) ist für uns ein Segen. Ein einheitliches Framework hilft, um den Markt voranzubringen.“

Das Internet sei in der Vergangenheit derart schnell gewachsen, dass die gängige Art und Weise des Computings dies nicht abfangen könne. Hier brauche es Innovationen, wie Containertechnologie oder unterschiedliche Cloud-Plattformen, um Schritt halten zu können. „Es gibt tolle Firmen außerhalb der Metropolen, die Weltmarktführer auf ihrem Gebiet sind“, so Korbacher. Dieses „intellectual property“ gelte es zu schützen. Doch viele stellen sich die berechtigte Frage: Kann ich mir das leisten? Hier komme Google als Vorreiter in Sachen Digitalisierung ins Spiel, so der Google Director. „Man muss Innovation treiben und sie an die Community zurückgeben.“ Googles Mission sei es demnach, technologische Infrastruktur an Unternehmen weiterzugeben; viele würden in dem Zusammenhang in Cloud oder cloud-ähnliche Services investieren. Deutschland sei, da an verschiedenen Stellen Weltmarktführer, ein wichtiges Land, dürfe Innovationen aber auch nicht verpassen. Was es hierzulande brauche, sei eine „winning mentality“.

Nicht nur Technik allein

„Was ist ein moderner Arbeitsplatz?“, war die Frage, die Thomas Pött von Westcon UCC zu Beginn seines Vortrages stellte. Um diese zu beantworten, ist es unumgänglich, einen Blick auf unsere tägliche Arbeit zu werfen: Die E-Mail-Flut ist der größte Produktivitätskiller an unserem Arbeitsplatz.

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Thomas Pött, Business Unit Leader Microsoft Skype for Business, Westcon UCC

So werden im Jahr durchschnittlich etwa 26 Arbeitsage nur für die Bearbeitung von Mails aufgewendet. Die große Herausforderung, aber auch der Mehrwert, eines modernen Arbeitsplatz ist also die effiziente Bewältigung von Informationen. Teams in Unternehmen arbeiten heutzutage dezentral und oftmals über die Welt verteilt, müssen aber trotzdem, oder gerade deswegen, schnellen und nahtlosen Zugriff auf sämtliche relevante Informationen haben. Auch die Bedürfnisse der Anwender müssen berücksichtigt werden: So ziehen es gerade junge Mitarbeiter vor, im Büro zu arbeiten, um ausreichend Feedback auf ihre Arbeit zu bekommen – ältere Mitarbeiter mit Familie wünschen sich dagegen flexible Modelle und die Möglichkeit zur Heimarbeit. Denn „ein moderner Arbeitsplatz ist nicht nur Technik allein“, wie Thomas Pött betont.  

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1. Eine Kultur des Annehmens
2. Flexible Vernetzung, transparente Kultur
3. Den Anwender mitnehmen
4. „Nichts neu, alles wichtig“
5. Erwerbs- und Lebensmodelle im fundamentalen Wandel

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