Digitale Transformation

Ein emotionales Thema

6. April 2017, 12:57 Uhr | | Kommentar(e)
Think positive, Emotionen
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Digitalisierung, Digitale Transformation oder doch digitale Disruption? Über Risiken und Herausforderungen in Zeiten "digitaler Veränderung" spricht Carl Mühlner, Managing Director DACH & Poland beim Systemintegrator Damovo, im Interview mit funkschau.

funkschau: Der Begriff „Digitale Transformation“ wird – sei es seitens Anbieter oder auch seitens Anwender – unterschiedlich ausgelegt. Wie definieren Sie diesen Terminus?

Carl Mühlner: Lassen Sie mich kurz folgendes vorausschicken: Es gibt aus meiner Sicht drei Ausprägungen der Veränderung:

  1. Digitalisierung,
  2. Digitale Transformation und
  3. digitale Disruption.

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Carl Mühlner, Damovo
Carl Mühlner, Managing Director DACH & Poland bei Damovo: “Die Emotionalität, die dieses Thema in uns erzeugt, ist enorm. Sie soll nicht zu Angst führen, aber darf auch nicht vergessen werden.”
© Damovo

Während auf der einen Seite des Spektrums die Digitalisierung eine kontinuierlich steigende Automatisierung von Abläufen (meist aufgrund notwendiger Verbesserungen der Kosteneffizienz initiiert) darstellt und seit Jahrzehnten sowohl von Unternehmen wie Technologieanbietern geübt wird, handelt es sich auf der anderen Seite des Spektrums - der „digitalen Disruption“ -  um die bekannten Beispiele wie Uber. Hier werden ganze Industrien in Frage gestellt, da komplett neue Wertschöpfungsansätze durch den Einsatz von digitalen Plattformen entstehen. Diese sind kaum planbar, wenngleich auch sie einem Regelwerk an grundsätzlichen Erfolgsfaktoren folgen. Nun zu Ihrer Frage: bei der Digitalen Transformation in der Mitte des Spektrums handelt es sich um ein für die meisten Unternehmen durchaus planbare Veränderung, nämlich die Veränderung von Organisationen durch die Nutzung digitaler Technologien. Es steht also die Organisation im Vordergrund, nicht in erster Linie die Kosteneffizienz.

funkschau: Und warum sollte man diesen Schritt  letztlich gehen, wenn nicht aus Kostengründen?

Mühlner: Um Unternehmen auf neue Marktbedürfnisse, Kundenverhalten, neue Wettbewerber und die Geschwindigkeit der auf sie zukommenden Veränderung vorzubereiten und somit langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Sie werden fragen: Warum dann? Die Antwort ist einfach: um Unternehmen auf neue Marktbedürfnisse, Kundenverhalten, neue Wettbewerber und die Geschwindigkeit der auf sie zukommenden Veränderung vorzubereiten um somit langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

funkschau: Um welche Themen und Trends kommen besonders Mittelständler nicht herum, wenn es um die Digitale Transformation geht?

Mühlner: Natürlich gibt es technologische Trends, die alle Unternehmen unabhängig von ihrer Größe treffen. Jedes Unternehmen wird sich sicherlich mit All-IP auseinandersetzen müssen, da dieses Protokoll der quasi Standard einer jeden Übertragung von Information ist. Egal ob Sprache, Video oder Daten, IP macht sich nicht nur im Internet und der Bürokommunikation breit, sondern auch in der operativen Technologie, sprich der Fertigung. Dienste aus der Cloud helfen auch kleineren Unternehmen eine schnelle und in Grenzen flexible Adaption von digital unterstützen Prozessen.


  1. Ein emotionales Thema
  2. "Es ist ein Umdenken notwendig"
  3. Mitarbeiter frühzeitig einbeziehen

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