Messtechnik

Die T&M-Industrie vor neuen Herausforderungen

26. September 2016, 11:36 Uhr | | Kommentar(e)
Messen, connect
© Kheng Ho Toh - 123RF

Trends, wie Big Data und IoT, gehen auch an der Test and Measurement-Industrie nicht spurlos vorüber und beeinflussen unter anderem die Kundenerwartungen. Software, Applikationen und neue Serviceansätze rücken verstärkt in den Mittelpunkt und stellen gängige Geschäftsmodelle auf den Prüfstand.

Die Zahl der im Internet der Dinge vernetzen Geräte wird zwischen 2015 und 2021 jährlich um 23 Prozent wachsen. Im gleichen Zeitraum verdoppelt sich die Anzahl der Smartphone-Anschlüsse von 3,4 auf fast 6,3 Milliarden. So das Ergebnis des Ericsson Mobility Reports. Diese Entwicklungen haben Einfluss auf die zu bewältigenden Datenmengen. So prognostiziert der Report weiter, dass die konsumierten Daten eines durchschnittlichen Smartphone-Users von 1,4 GByte im Monat auf 8,5 GByte zunehmen werden.

Frank Gröger, Rohde & Schwarz
Frank Gröger, Rohde & Schwarz: "Das Internet der Dinge wird seine Vorteile erst dann voll zum Tragen bringen, wenn die Netze und alle beteiligten Geräte bis hin zum Sensor gut getestet sind und verlässlich funktionieren."
© Rohde & Schwarz

All das stellt Hersteller und Netzbetreiber vor hohe Herausforderungen. Von Messtechnikseite aus ist es dabei wichtig, neue Technologien zu entwickeln und zu testen, die diese enormen Datenmengen sicher übertragen und eine riesige Anzahl von „Dingen“ in das Netzwerk einbinden können. „Das betrifft die Entwicklung und Herstellung sowohl von Endgeräten, Funkmodulen und ihrer Komponenten als auch der Basisstationen und Vermittlungsknoten“, sagt Frank Gröger, Leiter Strategie und Portfolio Marketing bei Rohde & Schwarz.

Eine Aufgabe sei es in diesem Zusammenhang, so Anritsu-COO Michael Spatny, konkret herauszuarbeiten, welche neuen Bereiche und Anbieter von IoT-Lösungen in der Praxis wirklich vermehrt Messlösungen benötigen. Er sieht die Herausforderung vor allem darin, aus der Vielzahl an Daten „Smart Data“ entstehen zu lassen und empfiehlt: „Wer den Wert seiner Daten voll ausschöpfen möchte, benötigt eine umfassende und maßgeschneiderte Plattform, die strukturierte und unstrukturierte Daten sicher, konsistent und zuverlässig verwaltet.“ Einen positiven Nebeneffekt weiß Spatny ebenfalls zu benennen: Das Internet der Dinge bringe der Messtechnik-Branche eine Vielzahl von potenziellen neuen Kunden, die sich bis dahin nicht mit dem Thema beschäftigten mussten. Speziell in kritischen Anwendungen, wie zum Beispiel Medizintechnik, Mobilität und Sicherheit, entstehe somit ein interessanter und neuer T&M-Markt.  


  1. Die T&M-Industrie vor neuen Herausforderungen
  2. Auf Kundenerwartungen reagieren
  3. Märkte mit Potenzial

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