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Sicherheitsrisiken 2014

Die Datenschutz-Aufreger des Jahres

05. November 2014, 13:05 Uhr   |  Quelle: EgoSecure | Kommentar(e)

Die Datenschutz-Aufreger des Jahres
© fotolia.com

Die Online-Community hält vom Datenschutz offensichtlich nicht allzu viel. Immer wieder werden massive Verletzungen der Privatsphäre nahezu stillschweigend akzeptiert. Erst wenn Bürger den Druck auf Unternehmen und Regierungen erhöhen, gibt es eine Chance auf mehr Datensicherheit im Netz. "Empört euch!", meint Egosecure und nennt die größten IT-Aufreger der vergangenen Monate.

Lauschangriff unter Freunden

Eine neue Software von Facebook erkennt automatisch, welche Musik oder Serien ein Anwender gerade konsumiert. Die Informationen lassen sich wiederum mit anderen Facebook-Mitgliedern teilen. Doch das heißt konkret: Die Mikrofone der Smart-Devices hören permanent mit und senden die Daten an den Facebook-Server. Der speichert und analysiert die Informationen und kann dann anhand der Hintergrundgeräusche erkennen, womit sich der Benutzer beschäftigt. Dass Geheimdienste zu großflächigen Abhöraktionen in der Lage sind, ist mittlerweile bekannt. Doch dass nun sogar einzelne Apps davon Gebrauch machen, ist eine völlig neue Dimension.

Nacktfotos gecloud

Ein Hacker erzürnte die Welt der Stars und Sternchen im Juni dieses Jahres, weil er Nacktfotos von Schauspielerinnen und Sängerinnen aus der Cloud gestohlen hatte. Fast täglich ist zu lesen, über wie viele Hintertürchen Geheimdienste, Softwareriesen und Hardwareproduzenten verfügen, um praktisch uneingeschränkten Zugriff auf Daten in der Cloud zu erhalten. Für Marketingzwecke mag es sinnvoll sein, provozierende Bilder in der Cloud zu speichern. Doch zum Schutz der Privatsphäre sollten berühmte Persönlichkeiten künftig besser darauf verzichten.

Industriespionage 4.0

Bei allen Chancen, die sich durch die Industrie 4.0 ergeben, stehen Unternehmen noch immer vor vielen ungeklärten Fragen in puncto IT-Sicherheit. So wird etwa eine Cloud-basierte Steuerungseinheit angeboten, die Produktionsstraßen über das Internet lenkt. Das Ergebnis: Musste sich ein Krimineller früher in die Firma begeben, um diese anzugreifen, genügt jetzt der Zugang zum jeweiligen Cloud-Provider. In Folge könnte er hunderte Unternehmen sabotieren und sensible Informationen abfangen.

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