Schwerpunkte

Knorr-Bremse-Chef Klaus Deller:

Deutsche Industrie bei Internet of Things weit vorn

09. Juni 2017, 10:32 Uhr   |  Stefan Adelmann | Kommentar(e)

Deutsche Industrie bei Internet of Things weit vorn
© Knorr Bremse

Klaus Deller, Vorstandschef bei Knorr Bremse

Zwar habe Deutschland die Entwicklung des Smartphones verschlafen und Google und Co- vorbeiziehen lassen, dennoch sieht Knorr-Bremse-Chef Klaus Deller die deutsche Industrie auf einem guten Weg. Besonders in Bayern soll es hervorragende Voraussetzungen geben.

München (dpa/lby) - Beim Internet der Dinge sieht der Chef des weltweit führenden Zug- und Lkw-Bremsenherstellers Knorr-Bremse die deutsche Industrie ganz vorn mit dabei. “Technologisch sind wir richtig gut - auch wenn wir dies vielleicht etwas weniger zelebrieren als die Marketingmanager aus dem Silicon Valley”, sagte Vorstandschef Klaus Deller dem vbw-Unternehmermagazin in München.

Die Entwicklung des Smartphones habe Deutschland zwar verschlafen - Google und Co. seien stark darin, mit großen Datenmengen neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. “Unsere Industrie hingegen ist stark im Maschinenbau, der Mechanik und der Mechatronik”, sagte Deller. Ein sicher funktionierendes Auto könne nicht jeder bauen. “Die freundliche Meldung, dass gerade ein Neustart des Systems vorgenommen wird, würde ich aber in einem Fahrstuhl nicht vorfinden wollen. Oder in einem Flugzeug.” Deshalb sei er beim Internet der Dinge “sehr optimistisch für Deutschland im Allgemeinen und Bayern im Besonderen.” Siemens oder BMW seien gute Beispiele.

Mit dem Standort Bayern sei er sehr zufrieden, sagte Deller und lobte das investitionsfreundliche Klima, die Infrastruktur und “die Bereitstellung gut ausgebildeter Menschen”. Mit 3200 Mitarbeitern in Bayern und fast 25 000 weltweit hat das Münchner Familienunternehmen im vergangenen Jahr 5,5 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet.

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