Unternehmenskultur

Der Mensch in der Collaboration-Rechnung


Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Mimik ist wichtig

Bei neu eingeführten Arbeitsmodellen bleiben neben der Technologie der menschliche Austausch und die Unternehmenskultur entscheidend. Beides sollte von Anfang an im Blick behalten werden.

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Stefan Eriksson, Chief Marketing Officer bei Konftel
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funkschau: Was sollten Unternehmen in Homeoffice-Zeiten tun, damit die Firmenkultur und der menschliche Kontakt bestehen bleiben oder sogar gestärkt werden?
Stefan Eriksson: Ich glaube, wir stehen an einem Wendepunkt. Es geht nicht nur darum, die bestehende Unternehmenskultur und den persönlichen Kontakt zwischen den Mitarbeitern beim hybriden Arbeiten aufrechtzuerhalten. Es geht darum, eine neue Unternehmenskultur für hybrides Arbeiten zu schaffen. Entscheidende Punkte sind Transparenz und Produktivität. Die Mitarbeiter müssen jederzeit gut informiert und eng in die Arbeitsabläufe eingebunden sein. Zudem müssen sie sich zugehörig fühlen, obwohl sie ihre Kollegen deutlich seltener persönlich sehen. Richtet ein Unternehmen seine Kultur entschlossen auf hybrides Arbeiten aus, spielt Technologie eine wichtige Rolle. Videokonferenzen sind das entscheidende Band, das die verteilt arbeitenden Kollegen zusammenhält und das Unternehmen in Verbindung mit der neuen Unternehmenskultur sogar effizienter macht als zuvor. Halten Projektmanager zum Beispiel Einzel-Calls mit ihren Mitarbeitern ab, sollte die Kamera immer eingeschaltet sein. Auf diese Weise ist die wichtige Kommunikationsebene per Gestik und Mimik gewährleistet. Emotionen lassen sich besser transportieren. Dies gilt ebenso für alle spontanen Anrufe innerhalb des Unternehmens, die bisher per Telefon erfolgt sind. Zudem können spontane Video-Calls mit mehreren Teilnehmern von hybriden Einzelarbeitsplätzen aus erfolgen. Bisher waren hierzu umständliche kurzfristige Präsenzmeetings erforderlich. Auf diese Weise integriert Videokommunikation die Teams stärker, unabhängig davon, wo die Mitarbeiter arbeiten. Die neue Unternehmenskultur ist eine Chance für noch engere und produktivere Zusammenarbeit.

funkschau: Gibt es eine grundsätzliche Richtschnur für die Einführung hybrider Arbeitsmodelle?
Eriksson: Es ist ein weit verbreiteter Fehler, beim hybriden Arbeiten die Bedeutung der Unternehmenskultur zu unterschätzen und zu vergessen, wie viel Zeit, Geld und Energie es kostet, sie zu verändern. Führen Unternehmen hybrides Arbeiten ein, ohne ihre Mitarbeiter aktiv zu einem Kulturwandel anzuhalten und die geeigneten Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, schwächen sie Produktiviät und Wettbewerbsfähigkeit. Bei den Mitarbeitern gilt es, Überzeugungsarbeit zu leisten und den Einsatz der Collaboration-Lösungen kontinuierlich einzufordern. Es ist erforderlich, die Bedeutung des hybriden Arbeitens im Rahmen der Vision, Mission und Strategie des Unternehmens immer wieder zu verdeutlichen und zu kommunizieren – in größeren Inforunden, ebenso wie im operativen Tagesgeschäft. In der Praxis ist es zum Beispiel wichtig, die Vorteile des hybriden Arbeiten mit Videokommunikation für die Bindung zwischen den Mitarbeitern zu verstehen und zu nutzen. Der Einsatz von Video von zu Hause macht die Kollegen menschlicher und nahbarer. Eine Videokonferenz aus dem Homeoffice ist wie eine kleine Einladung, zum Mitarbeiter nach Hause zu kommen. Er zeigt einen Teil seines persönlichen Umfelds und stärkt auf diese Weise die menschliche Bindung zu den Kollegen.


  1. Der Mensch in der Collaboration-Rechnung
  2. Große Wirkung bei starren Strukturen
  3. Mimik ist wichtig
  4. Individualität ist entscheidend

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