Business Intelligence

Datenanalyse aus der Fachabteilung

17. Mai 2021, 10:36 Uhr | Autor: Henrik Jorgensen / Redaktion: Sabine Narloch | Kommentar(e)
Business Intelligence
© Galina Peshkova/123rf

Business Intelligence war – und ist mitunter noch – die Aufgabe der IT-Abteilungen. Doch in Zeiten, da Datenanalysen schnell zur Hand sein müssen, ist es notwendig, dass auch Mitarbeiter in den Fachabteilungen aus Daten Leistungsberichte oder Prognosen erstellen können.

Corona-Pandemie, Klimawandel, Disruptionen der Finanzmärkte: Unternehmen sehen sich immer öfter mit unvorhergesehenen Herausforderungen und veränderten Marktbedingungen konfrontiert. Um darauf mit schnellen Entscheidungen reagieren zu können, sind Daten oftmals die Voraussetzung – genauso wie fähige Mitarbeiter, die daraus Schlüsse ziehen können. Eine YouGov-Studie vom September 2020 mit mehr als 3.500 Führungskräften und IT-Entscheidungsträgern in Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden unterstreicht die Bedeutung von Daten als Entscheidungsgrundlage – gerade während der Corona-Pandemie. Eine Mehrheit (80 Prozent) der befragten Führungskräfte aus Unternehmen, die Geschäftsentscheidungen auf Basis von Daten treffen, ist der Meinung, dass sie während der Pandemie einen entscheidenden Vorteil haben. Überdies sind diese Führungskräfte optimistischer, was die Zukunft ihres Unternehmens betrifft, da ihnen die Datenanalysen helfen, mit Hindernissen umzugehen und gleichzeitig sich bietende Chancen zu nutzen. Datengetriebene Unternehmen schätzen sich selbst als widerstandsfähiger, schneller und effizienter ein. Dazu müssen Management und Mitarbeiter an einem Strang ziehen, um das Potenzial von Daten zu nutzen. Dabei gilt es auf Ebene des Managements, der Mitarbeiter sowie der IT-Prozesse einiges zu beachten.

Aufbau einer Datenkultur

Unternehmen verhalten sich bisweilen behäbig wie riesige Frachtschiffe, die etliche Seemeilen brauchen, um ihren Kurs zu ändern. Dabei können Daten in Krisenzeiten oft Hinweise geben, wie sich gegensteuern lässt. Ein datengetriebener Betrieb muss allerdings sehr agil sein, um von den Insights zu profitieren, die es generiert. In Deutschland gaben die befragten Führungskräfte der YouGov-Studie an, dass sie einen Bedarf an genaueren, zeitnahen und sauberen Daten (25 Prozent) sehen; auch größere Flexibilität bei sich ändernden Anforderungen (30 Prozent) sowie eine effektive Priorisierung und schnellere Durchführung von Projekten (26 Prozent) seien demnach vonnöten.

Der Aufbau von Agililät mit einem datenbasierten Ansatz ist ein kontinuierlicher Prozess. Es gibt zwar inzwischen modernere Alternativen zu vielen Legacy-Tools, wie etwa Excel zur Datenanalyse, aber Menschen trennen sich in der Regel nicht gerne von Vertrautem. Die Mitarbeiter wissen, wie bekannte Lösungen funktionieren und haben sich mit etwaigen Unzulänglichkeiten arrangiert – dadurch kann das Neue zunächst oft bedrohlich auf den Status quo wirken.

Das Management muss eine Kultur fördern, in der Mitarbeiter nicht nur in der Lage sind, neue Werkzeuge zur Datenanalyse zu nutzen, um Daten zu verstehen, sondern dies auch wollen. Die Datenkompetenz muss ein Teil der Datenkultur sein, also etwas, das den Mitarbeitern in Fleisch und Blut übergeht, ihnen Erfolgserlebnisse verschafft und ihnen idealerweise sogar Spaß macht. Eine solche Kultur besteht aus einer Gemeinschaft kritischer Denker, die – gefördert durch die Führungsebene – datengesteuerte Entscheidungsfindung auf jeder Ebene der Organisation vorantreibt. Das Ziel besteht darin, die gesamte Belegschaft zur Nutzung von Daten zu befähigen und zu motivieren.

Für den Erfolg sind präzise und klare Botschaften wichtig, die auf allen Kommunikationskanälen übermittelt werden – vom Schwarzen Brett bis zum E-Mail-Newsletter. Dabei reicht es nicht, auf Fakten zu verweisen; die Mitarbeiter wollen auch emotional angesprochen werden. Nicht zu unterschätzen ist zudem die Vorbildfunktion der Führungskräfte ihre. Wer von seinen Mitarbeitern Veränderung verlangt, muss selbst dazu bereit sein und mit gutem Beispiel vorangehen, was den Einsatz von Analysen und Daten angeht.

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