Digital Workplace

Das Netzwerk rüsten für UC-Lösungen

3. Juni 2022, 10:17 Uhr | Lukas Steiglechner | Kommentar(e)
Netzwerk
© Galina Peshkova / 123rf

Hybride Arbeitskonzepte gehörten mittlerweile in vielen Unternehmen zum Alltag – doch ohne digitale Lösungen sind sie kaum denk- und umsetzbar. Die Basis für ihren effizienten Einsatz: ein sicheres, leistungsstarkes Netzwerk.

Ingram Micro, Thomas Groß
Thomas Groß, Executive Director Advanced Solutions bei Ingram Micro: „Die Basis bildet die Bandbreite, die intern wie extern an die Nutz-ung von Video, Voice und Daten angepasst beziehungsweise erhöht werden muss.“
© Ingram Micro

Unified Communications (UC)-Lösungen haben sich im Zuge des Homeoffice-Booms zu wichtigen Werkzeugen im Unternehmens-alltag gemausert. Damit sie aber effizient und hürdenlos arbeiten, müssen IT-Abteilungen viele technische Voraussetzungen im Blick behalten. Ein entscheidender Grundstein: Die Netzwerkinfrastruktur. „Die Basis bildet die Bandbreite, die intern wie extern an die Nutzung von Video, Voice und Daten angepasst beziehungsweise erhöht werden muss“, erklärt Thomas Groß, Executive Director Advanced Solutions bei Ingram Micro. Grundsätzlich ist vor allem Skalierbarkeit „ein wesentlicher Faktor, der in Bezug auf LAN-, WAN- oder WLAN-Durchsatz berücksichtigt werden muss“, führt Groß weiter aus. Die Datenübertragungsrate im Netzwerk ist für digitale Kommunikations- und Kollaborationslösungen entscheidend. Und diese muss mittlerweile nicht mehr nur im Büro, sondern auch an den Heimarbeitsplätzen gewährleistet werden. Aber die Herausforderung dabei ist, dass „UC-Lösungen Performance-Fresser sind“, erklärt Andreas Gruber, Senior Manager bei Ingram Micro. So sei beispielsweise bereits für die gemeinsame Arbeit an Dokumenten eine ausreichend hohe Bandbreite notwendig. Eine Videokonferenz wiederum kann bereits mehrere MBit pro Sekunde voraussetzen.

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Das Netzwerk als Flaschenhals

Ingram Micro, Andreas Gruber
Andreas Gruber, Senior Manager bei Ingram Micro: „UC-Lösungen sind Performance-Fresser.“
© Ingram Micro

Aufgrund der hohen Anforderungen, die UC-Lösungen oftmals mit sich bringen, müssen Unternehmen bereits vor der Anschaffung und dem Einsatz ihre Netzwerkinfrastruktur evaluieren. Vor allem, da mit einer verteilten Belegschaft und potenziell neuen Geräten im Netzwerk abermals die benötigten Ressourcen und die Last auf der Infrastruktur steigen. Daher ist ein Vorgehen notwendig, „bei dem die gewählte Software und entsprechend zertifizierte Hardware nahtlos ineinandergreifen“, sagt Gruber. „Dadurch wird ein homogenes Umfeld geschaffen, um die Anwendungen und ihre Funktionen unternehmensweit bestmöglich zu nutzen“. Denn keine Infrastruktur sei identisch, sie müsse immer individuell geprüft werden. Grundlegend gilt jedoch, dass „um eine durchgängig hohe Leistung zu erzielen, alle Komponenten auf dem gleichen hohen Performance-Level sein müssen“, erklärt Gruber weiter. Dabei sei es ebenso wichtiger Punkt, ob die eingesetzten Lösungen On-Premises oder As-a-Service beispielsweise aus der Cloud zur Verfügung gestellt werden.

Neue Sicherheitsanforderungen

Aber nicht nur die Netzwerk-Performance ist gefragt, sondern vor allem auch das Thema Sicherheit. Es brauche daher ein passendes, durchgängiges Security-Konzept für die zunehmend komplexen Anforderungen, wie Experte Groß unterstreicht. So bündeln UC-Lösungen die Kommunikation im Unternehmen zusehends in einem System. Das schafft eine gewissen Abhängigkeit von einer Technologie. Umso entscheidender ist es für IT-Teams, für Ausfallsicherheit zu sorgen und eine Fallback-Strategie zu definieren, für den Fall, dass es doch zu einer Störung kommen sollte. 

Über etwaige Ausfälle hinaus müssen Unternehmensnetzwerke aber vor allem für drohende Cyber-Angriffe gerüstet werden. Denn gerade im Zuge von Remote-Arbeit und Homeoffice sind auch die potenziellen Angriffsflächen größer geworden. „Herausforderungen entstehen dabei durch den Mix aus privaten und geschäftlichen Devices sowie die unterschiedlichen Formfaktoren wie Tablets, Mobiltelefone, aber auch Konzepte wie Bring Your Own Device (BYOD)“, beschreibt Gruber das aktuelle Szenario. Für das Netzwerk muss es also stets ein Sicherheitskonzept geben, das zuverlässig eine Absicherung der Systeme ermöglicht und zudem die Datenschutzkonformität gewährleistet. Diesen neuen Anforderungen müssen Unternehmen rasch begegnen, denn eine Zukunft ohne digitale Tools ist kaum mehr vorstellbar.


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