Studie

Cloud noch nicht interessant genug für ECM-Anwender

18. April 2011, 14:56 Uhr | Diana Künstler | Kommentar(e)
© funkschau

ECM in der SaaS-Variante ist nach einer Studie von "d.velop" derzeit erst für wenige Unternehmen eine interessante Alternative gegenüber der klassischen Inhouse-Implementierung. Allerdings gibt ein Drittel der über 250 befragten Firmen aus dem deutschsprachigen Raum an, dass ihnen das Mietmodell für das Enterprise-Content-Management noch zu wenig bekannt ist.

Würden die Unternehmen heute vor Neuinvestitionen in eine ECM-Lösung stehen, käme nur eine Minderheit von 13 Prozent auf den Gedanken, statt der herkömmlichen Installation im eigenen Haus auf eine gemietete Applikation zuzugreifen. Weitere 16 Prozent zeigen sich unentschlossen, aber sieben von zehn Verantwortlichen und damit die große Mehrheit könnten sich eine solche Entscheidung nicht vorstellen. Sie präferieren die klassische Methode, bei der die Anwendung samt Betrieb in der eigenen Verantwortung des Unternehmens bleibt.

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Können Sie sich vorstellen, ECM-Lösungen einmal als Miet-Software, d.h. im SaaS-Modell, einzusetzen? • auf jeden Fall 11% • ist eine interessante Alternative 19% • nein 38% • ist mir zu wenig bekannt 32%
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Doch frei von einer konkreten Investitionsentscheidung ist der Kreis der SaaS-Sympathisanten durchaus etwas größer. So stellt dieses Modell immerhin für 30 Prozent der Befragten zumindest eine interessante und bedenkenswerte Alternative dar, während gleichzeitig die Gruppe mit einer deutlich ablehnenden Haltung lediglich 38 Prozent ausmacht. „Dies zeigt, dass zwar durchaus ein wachsendes Interesse an neuen Betriebsmodellen für ECM-Lösungen besteht, aber einer entsprechenden Entscheidung offenbar trotzdem noch substanzielle Vorbehalte im Wege stehen“, interpretiert Christoph Pliete, Vorstand bei der d.velop AG, die Ergebnisse. „Möglicherweise fehlt es im Markt noch zu sehr an belastbaren Erfahrungswerten, damit sich die Unternehmen beim Enterprise Content Management vertrauensvoll auf ein On Demand-Modell einlassen können“, gibt er zu bedenken.


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