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Umstrukturierung - Messe trifft Festival

CEBIT 2018: "Wir haben alles in Frage gestellt"

17. November 2017, 17:12 Uhr   |  Stefan Adelmann

CEBIT 2018:
© WEKA Fachmedien

Hartwig von Saß, Leiter Presse CEBIT bei der Deutschen Messe, im Interview mit der funkschau

Im Rahmen der diesjährigen CEBIT hat die Deutsche Messe angekündigt, die Veranstaltung komplett umstrukturieren zu wollen. Jetzt steht fest: Nur der Name und Hannover bleiben, alles andere soll neu aufgesetzt werden. funkschau hat mit den Veranstaltern gesprochen.

„Was wir machen, gab es noch nicht in der Messegeschichte“, erklärt Hartwig von Saß, Pressesprecher der Deutschen Messe. Das Unternehmen hatte im Zuge der diesjährigen CEBIT angekündigt, das Konzept der Messe komplett umzustellen und die Veranstaltung neu aufzusetzen. Ein gewaltiger Schritt in der mehr als 30-jährigen Geschichte des Events. „Wir haben alles in Frage gestellt“, erklärt von Saß im Gespräch mit funkschau. Man sei sich bewusst gewesen, dass das Konzept der CEBIT in die Jahre gekommen sei. Daher habe man die Veranstaltung von Grund auf neu entwickelt, frische Impulse gesucht

und mit Menschen gearbeitet, die vielfältige Facetten mit einbringen, teilweise selbst noch nie auf dem Event in Hannover zu Gast waren.

Mit der neuen CEBIT wollen die Messemacher ein breiteres Publikum ansprechen, für mehr Vielfalt sorgen und beispielsweise junge und mehr weibliche Besucher in die niedersäschsische Landeshauptstadt locken. Die Messe selbst soll einen Festival- und Event-Charakter erhalten. Entsprechend sind ihre Tore erstmals von 10 bis 23 Uhr geöffnet, abends spielen Künstler wie Jan Delay auf dem Gelände, um mit einer lockeren Atmosphäre den Networking- und Community-Gedanken zu stärken. „Wir wollen die CEBIT zum Erlebnis machen“, sagt von Saß. Dass sich aber nicht jeder Aussteller in diesem Konzept wiederfindet, das sei den Veranstaltern bewusst. „Wenn wir diesen Weg gehen, werden wir den ein oder anderen verlieren“, so der Sprecher. 

“Hocheffiziente Geschäftsplattform”

Viele Aussteller haben aber gerade aufgrund des neuen Konzeptes für das kommende Jahr schon zugesagt. So sind neben Weltkonzernen wie Vodafone in Halle 13 CEBIT-Veteranen wie AVM, Allnet, Lancom, Nfon oder Snom sowie Distributoren wie Acmeo vertreten. Laut von Saß müssen die Aussteller auch nicht befürchten, dass es in Hannover nur um Party, Networking und Streetfood gehen wird. Auf dem Business liegt immer noch ein ganz klarer Fokus: „Es ist eine hocheffiziente Geschäftsplattform“, verspricht der CEBIT-Sprecher.

Die CEBIT 2018 findet vom 11. bis 15. Juni 2018 statt. Für Besucher ist die Messe erstmals vier statt ehemals fünf Tage geöffnet, der Montag richtet sich kommendes Jahr hingegen nur an Politik und Journalisten. Aktuell sind die Tickets für die Messe für 100 Euro erhältlich, ab dem 28. Mai steigt der Preis auf 200 Euro. funkschau wird als Medienpartner natürlich die komplette Woche vor Ort sein, erstmals gemeinsam mit der Schwesterzeitschrift CRN aus der Gläsernen Redaktion in Halle 13 berichten und hochkarätige Sprecher im Interview begrüßen.

Die komplette Hintergrundgeschichte zur neuen CEBIT finden Sie in funkschau-Ausgabe 23/24 und im Videointerview mit Hartwig von Saß.

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