Schwerpunkte

Mobilitätskonzepte

Business to go durch alle Kanäle

26. Oktober 2020, 08:00 Uhr   |  Autor: David Lauchenauer / Redaktion: Sabine Narloch | Kommentar(e)

Business to go durch alle Kanäle
© rawpixel/123rf

Die Arbeitswelt wird immer dezentraler und mobiler. Ein Arbeitsplatz ist nicht mehr an ein fixes Bürogebäude gebunden und wer etwas verkauft, tut dies nicht mehr nur in einem Geschäft. Vorausgesetzt, die digitalen Möglichkeiten und die Unternehmenskultur stimmen.

Haben einige Betriebe vor Corona gar nicht oder nur teilweise auf Homeoffice und mobile Lösungen gesetzt, wurden während des Lockdowns Mobilitätskonzepte für das finanzielle Überleben von Unternehmen essenziell. Diese erzwungene Entwicklung hat der ITK-Branche einen Schub für die Digitalisierung gegeben. Dieser Auftrieb soll nun für die kommenden Jahre genutzt werden. Clevere Mobilitätskonzepte sind gefragter denn je. Sie schaffen Wettbewerbsvorteile und bringen mittelständische Firmen voran – und das auf drei Ebenen: Unternehmen, Kunden und Mitarbeiter.

Unternehmen: Verkauf und Abläufe
Ob Pop-up-Store, künftige Roadshows, Kongresse oder Marktstände, im Freien oder auf einer Messe – das Business to go wird immer relevanter. Voraussetzungen für diese Form der digitalen Mobilität ist allerdings eine Integration der mobilen Lösung in die bestehenden Prozesse. Nur so lässt sich der Datenfluss durchgängig organisieren und mit den übrigen Vertriebskanälen harmonisieren. Durch die zentrale Verwaltung von Daten wie Preise, Bilder oder Kundeninformationen in einem ERP-System sind Informationen sowohl überall und jederzeit verfügbar als auch immer aktuell – egal ob auf einer Messe oder im Feld. Gerade beim Lagerbestand ist das wichtig, um in Echtzeit dem Kunden die aktuelle Anzahl bereitzustellen.
Hinzu kommt ein weiterer Vorteil von Mobilität: Mit mobilen Lösungen lässt sich zu jederzeit und an jedem Ort das Geschehen kontrollieren; die Reaktionszeit verringert sich. Gleichzeitig können Abläufe optimiert werden – zum Beispiel im ITK-Service. Von unterwegs lassen sich Einsätze planen, Materialien bestellen und Aufträge ausführen. Auch Logistikabläufe sind mit Daten aus der Cloud und mit mobilen Geräten optimierbar. Sowohl Schnelligkeit als auch die Prozessoptimierung können zu einer höheren Kundenzufriedenheit führen und die Kaufentscheidung positiv beeinflussen.

Kunden: Chancen für Transparenz und Datenhaltung
Vor allem für Mitarbeiter aus dem Außendienst ist es von Vorteil, jederzeit Zugriff auf alle Unternehmens- und Kundendaten zu haben.  Sie müssen zudem reibungslos mit dem Innendienst arbeiten können, was eine zentrale Ablage von Informationen erfordert. Waren früher tägliche oder wöchentliche Termine nötig, reicht mittlerweile ein Austausch pro Monat. So kann sich der Außendienstler vor Ort genügend Zeit nehmen, um am Tablet individuelle Aufträge aufzunehmen, Bestellungen zu erfassen oder nach Alternativen zu suchen.

Systeme wie ein Cloud-ERP stellen die benötigten Daten jederzeit und überall zur Verfügung, wodurch eine transparente Informationsgrundlage entsteht. Diese ist für Angebotsverhandlungen, Warenpräsentationen und Kundenbindung von tragender Bedeutung. Darüber hinaus schaffen Cloud-Lösungen einen Informationsfluss in Echtzeit zwischen Firmenzentrale und mobilen Arbeitskräften. Redundante oder veraltete Datenstände gehören damit der Vergangenheit an.

Mitarbeiter: Zusammenarbeit und Kultur
Wer als Arbeitgeber überzeugen will, muss gerade jungen Talenten eine moderne Arbeitswelt bieten. Dazu gehört auch ein Mobilitätskonzept, das sowohl die Arbeit von zu Hause ermöglicht als auch mobile Digitallösungen in den Alltag integriert. Dabei geht es weniger um den Umgang mit mobilen Geräten, sondern um Partizipation und Mitgestaltung. Ein „mobiles Denken“ ist gefragt, das Mitarbeitende kontinuierlich motiviert, unterstützt und zum Austausch anregt. Für den Weg dorthin gibt es keine einheitliche Strategie.

Vielmehr sollten Entscheider eigene Konzepte ausprobieren und sich dabei von den folgenden Fragen leiten lassen: Was ist für unsere Zusammenarbeit wichtig? Worauf wollen wir auch im Digitalen achten? Wie vermeiden wir „Vereinsamung“ und stärken Kreativität? Wie organisieren wir mobile Zusammenarbeit? Wie stellen wir Transparenz sicher (wann bin ich verfügbar, worüber bin ich erreichbar et cetera).

Folgende Tipps haben sich für die Beantwortung dieser Fragen ergeben:

  • Voraussetzungen schaffen: Betriebe sollten Arbeitsmodelle entwickeln, die Hilfsmittel für mobiles Arbeiten bereitstellen und feste Präsenzzeiten festlegen – zum Beispiel für Meetings oder gemeinsame Mittagessen.
  • Transparenz herstellen: Digitale Mobilität braucht Vertrauen. Um das zu erreichen, sollten sich alle Arbeitskolleginnen und -kollegen untereinander absprechen, wann und wie sie zu erreichen sind.
  • Alltag planen: Im Homeoffice braucht es Disziplin. Dazu gehört sowohl die richtige Kleidung als auch ein eigener Bereich, der eine konzentrierte und ungestörte Arbeit ermöglicht.
  • Grenzen setzen: Ständige Erreichbarkeit kann viel Kraft kosten. Darum ist es wichtig, Regeln zu definieren. Wann ist Feierabend und ab wann gehe ich nicht mehr ans Telefon. Das Wochenende sollte komplett der Erholung dienen.
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2. Mobilität als Treiber für Digitalisierung und Umsatz

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