Schwerpunkte

EU-Projekt schließt Sicherheitslücken

Biometrische Sicherheitssysteme entscheidend verbessert

23. Oktober 2013, 12:14 Uhr   |  Axel Pomper | Kommentar(e)

Biometrische Sicherheitssysteme entscheidend verbessert
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Das Tabula Rasa-Projekt will die Onlineumgebung der EU zur sichersten der Welt machen.

Software zur Gesichts-, Sprach- und Fingerabdruckerkennung hat es inzwischen auf mobile Geräte geschafft. Doch auch diese effizienten biometrischen Sicherheitssysteme haben Schwachstellen, die ausgenutzt werden können. Das EU-geförderte Projekt "TABULA RASA" hat konkrete Gegenmaßnahmen entwickelt, damit europäische Unternehmen derartige Angriffe abwehren können.

Seit drei Jahren erforscht und bewertet das Tabula Rasa-Konsortium, das aus zwölf Partnern aus sieben Ländern besteht, Schwachstellen in biometrischen Sicherheitssystemen. Dazu hat es eine umfangreiche Liste mit möglichen sogenannten Spoofing-Attacken erstellt und fünf konkrete Gegenmaßnahmen an Unternehmen übermittelt. Beim Spoofing werden durch die Verwendung alltäglicher Mittel wie Make-up, Fotos und Sprachaufzeichnungen biometrische Systeme untergraben oder direkt angegriffen.

Die EU investierte 4,4 Millionen Euro in das Projekt, das Tabula Rasa -Konsortium weitere 1,6 Millionen Euro, um die umfangreichen Forschungen und Tests durchführen zu können.

Dr. Sébastien Marcel, Koordinator des Projekts TABULA RASA, erklärte: "Ohne die Investition der Europäischen Union wäre es unmöglich gewesen, dieses Forschungsprojekt so groß anzulegen und mit so vielen Partnern aus der EU zusammenzuarbeiten. Die Vorteile der verbesserten Software sind nicht nur sicherere Geräte und Informationen, sondern auch kürzere Anmeldezeiten für IT-Geräte sowie schnellere und präzisere Grenz- und Reisepasskontrollen. Wir glauben, dass viele verschiedene Unternehmen Interesse an unseren Forschungsergebnissen zeigen werden. Insbesondere Technologieunternehmen, Postämter, Banken, Hersteller von Mobilgeräten oder Anbieter von Onlinediensten können davon profitieren."

Ryan Heath, Sprecher der Europäischen Kommission und Verantwortlicher für die digitale Agenda und die digitalen Technologien, sagte: "Viele von uns speichern persönliche und vertrauliche Informationen auf ihren Smartphones und Tablets. Aus diesem Grund müssen wir sicher sein können, dass diese biometrischen Tools zuverlässig sind. Bisher ist die Europäische Kommission mit den Ergebnissen von Tabula Rasa derart fortschrittliche Ergebnisse auf dem Gebiet der Biometrie zu erziele."

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1. Biometrische Sicherheitssysteme entscheidend verbessert
2. Informationen zum Tabula Rasa-Konsortium

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