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"Aus Daten werden nutzbringende Informationen"

27. Juli 2017, 10:03 Uhr   |  Natalie Ziebolz | Kommentar(e)

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Definitionen, Privates und Geschäftliches, Treiber und Stolpersteine - die Digitalisierung und ihre Facetten aus der Sicht dreier Digitalexperten.

Was verstehen Sie unter Digitalisierung?

Stefan  Stroh,  ist Chief Digital Officer   bei der Deutschen Bahn.  Das Unternehmen befördert täglich rund 7,5 Millionen Reisende.Stefan Str
© Deutsche Bahn AG

Stefan Stroh, ist Chief Digital Officer bei der Deutschen Bahn. Das Unternehmen befördert täglich rund 7,5 Millionen Reisende.

Stroh: Digitalisierung ist kein neues Phänomen. Digitale Technologien haben in den zurückliegenden Jahrzehnten ganze Industrien verändert. Was jetzt mit der Industrie 4.0 folgt, ist aber eine neue Form der Digitalisierung. Machine Learning, KI und Technologien wie Virtual Reality ermöglichen eine neue Qualität von Automatisierungen, die die Art, wie wir konsumieren, kommunizieren und produzieren verändern wird. Es gibt keine Branche, die nicht davon betroffen ist. Der Mobilitätssektor steht vor fundamentalen Veränderungen, allein durch das autonome Fahren oder digitale Plattformen, über die Menschen ihre Wege von A nach B organisieren.  

Neumann: Ich verstehe darunter einen Veränderungsprozess, der die Gesellschaft, unser tägliches Leben aber auch Unternehmen nachhaltig prägen wird. In Unternehmen spüren wir seine Wirkung auf Geschäftsprozesse, Geschäftsmodelle und Produkte. Industrie- und Konsumgüter werden um IT-Komponenten erweitert und vernetzt, Sensoren erfassen Daten und leiten diese in die Cloud weiter. Aus Daten werden nutzbringende Informationen, die mit anderen Informationen neu kombiniert werden und auf deren Basis neue Dienstleistungen, digitale Services oder gar neue digitale Geschäftsmodelle entstehen können. Digitalisierung ist mit einer Kettenreaktion vergleichbar, die mit der Kraft der schöpferischen Zerstörung stetig Innovationen produziert.     

Gouverneur: Für mich bedeutet Digitalisierung in erster Linie, dass durch digitale Technologien neue Geschäftsmodelle entstehen. Als Grundlage dienen wachsende Datenmengen, erzeugt von vernetzten Geräten. Die Erkenntnisse aus diesen Daten ermöglichen eine neue Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen und eröffnen neue Geschäftsfelder. Schließlich sind wir es mittlerweile gewohnt, täglich mit vernetzten Geräten und Maschinen zu kommunizieren und zu interagieren. Der nächste Schritt ist nun das Vernetzen von Maschinen untereinander, sodass diese ohne den Menschen als zusätzliche Vermittlungsinstanz Informationen austauschen können. Aus solch autonomen Systemen ergeben sich für Unternehmen ganz neue Möglichkeiten und Erkenntnisse in der Prozessautomatisierung und bei der Entscheidungsfindung. 

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1. "Aus Daten werden nutzbringende Informationen"
2. Würden Sie sagen, dass die Digitalisierung Ihren Alltag – sowohl geschäftlich als auch privat – erleichtert?
3. Was sind in Ihren Augen die größten Treiber und Hemmschwellen der Digitalisierung?

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