Storage und Back-up

Always-On löst Disaster Recovery ab

6. Juni 2019, 13:23 Uhr | Autor: Eran Brown / Redaktion: Axel Pomper | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Entscheidende Faktoren für eine "Always-On"-Infrastruktur

Zu den veränderten Marktbedingungen gehört auch, dass sich die Kundenloyalität entscheidend verändert. Das Internet erleichtert die Auswahl von Produkten und Dienstleistungen und ermöglicht eine bessere Vergleichbarkeit. Das führt dazu, dass Unternehmen gezwungen sind, immer mehr in Kundenbindungsmaßnahmen zu investieren. Dabei müssen sie auf die immer höheren Ansprüche eingehen. Dies betrifft nicht nur die Produkte und Dienstleistungen selbst, sondern auch das Umfeld, in dem sie präsentiert werden. Dafür müssen Systeme und Anwendungen nahtlos und sofort zur Verfügung stehen, um die Kaufentscheidung positiv zu beeinflussen. Auch aus diesem Grund können IT-Verantwortliche nicht auf einen „Always On“-Ansatz verzichten. Um eine nachhaltige und gleichzeitig kosteneffiziente „Always-On“-Infrastruktur sicherzustellen, sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Zunächst sollte die Komplexität der IT so gering wie möglich ausfallen. Derzeit benötigen Unternehmen meistens dedizierte Einzellösungen wie etwa High Avaliability Gateways oder Werkzeuge zur Überwachung und zum Management der Systemverfügbarkeit. Bei Einsatz dieser verschiedenen Lösungen werden Betriebs- und Automatisierungsprozesse allerdings komplexer. Daher sollten IT-Verantwortliche den Einsatz einer integrierten Lösung evaluieren, die diese einzelnen Funktionen abdeckt.

Der Einsatz der High Availability Gateways ist meist mit hohen Kosten verbunden. Da ihr Preis oft durch ihre Kapazität berechnet wird, verzichten Unternehmen teilweise auf die vollständige Abdeckung aller Anwendungen mit „Always On“. Falls die Gateways zusätzlich besondere Anforderungen, beispielsweise eine Glasfaserverbindung zwischen den Standorten des Unternehmens, stellen, entstehen zusätzlichen Kostenfaktoren. Die Erfahrung zeigt daher, dass Unternehmen ihre Anwendungen vollständiger schützen, wenn dieser nicht gesondert berechnet wird. Der synchrone Betrieb zweier Storage-Systeme an zwei verschiedenen Standorten führt zu einer höheren Latenzzeit und erschwert den Einsatz latenzkritischer Anwendungen. Dies kann die Latenz daher beim Senden eines Schreibvorgangs an das lokale und an das entfernte Array, wenn dieser Einsatz über eine große Entfernung erfolgt, erheblich erhöhen oder sie sogar verdoppeln. Eine veränderte Benutzererfahrung und eine daraus resultierende Fehlkonfiguration sind die Folge. Abhilfe schafft die Vereinfachung und Automatisierung der Konfiguration, indem definiert wird, welche Pfade normalerweise und welche im Ausnahmefall verwendet werden.

Verschiedene Lösungen, die „Always On“ bieten sollen, weisen starke Unterschiede in ihren Funktionen auf. Manche arbeiten mit schreibgeschützten Kopien an einem Standort mit automatischem Failover, andere hingegen verzeichnen hohe Leistungseinbußen bei der Übersendung der Schreibprozesse an die sekundäre Kopie. Bei gleicher Behandlung beider Kopien, ohne oder mit nur minimalen Unterschieden in der Performance, können Hosts auf beiden Standorten mit wirklich aktiven Kopien ohne Failover-Prozess agieren.

Zuverlässigkeit gefragt
Bei „Always On“-Clustern sollte, wie bei jeder anderen örtlich verteilten Lösung, die Verbindung zwischen zwei Systemen im Fall eines Kommunikationsabbruchs gelöst werden können. Tritt dies ein, würde eine Witness in einer dritten Fault-Domäne einspringen und eine redundante Vernetzung mit jedem Standort garantieren. Nur so können IT-Verantwortliche eine Mindestabsicherung erzielen. Der Anbieter der Lösung muss hierzu sicherstellen, dass die Witness dem vom Kunden gewählten Szenario – Cloud oder On-Premises – angepasst wird.

Eran Brown ist CTO EMEA bei Infinidat

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