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Agfeo beschleunigt SIP-Anpassungen

200er-Marke bei den SIP-Providern geknackt

17. Juni 2021, 12:22 Uhr   |  Antje Müller | Kommentar(e)

200er-Marke bei den SIP-Providern geknackt
© Agfeo

Mit den vorgenommenen SIP-Anpassungen knackt Telefonanlagen-Anbieter Agfeo nun erstmals die 200er Marke an unterschiedlichen SIP-Providern und -Tarifen. Der direkte Dialog von Seiten der Provider an PBX-Hersteller ist aber noch ausbaufähig.

Fachhandelspartner des Telefonanlagen-Anbieters Agfeo waren ab März verstärkt dazu aufgefordert, "fehlende" SIP-Provider zu benennen, sodass vermehrt neue Anpassungen vorgenommen werden können. Weitere 23 SIP-Provider und -Tarife konnten in der Folge in die Agfeo-Kommunikationssysteme integriert werden. Damit knackt Agfeo nun erstmalig die 200er Marke an unterschiedlichen SIP-Providern und -Tarifen. Unterstützt werden Branchengrößen wie die Deutsche Telekom, Vodafone, O2, A1 oder Swisscom, aber auch kleinere, regionale Anbieter.

TK-Systeme von Agfeo erkennen automatisch sowohl Provider als auch Tarif. Das vereinfache laut dem Hersteller die Einrichtung eines VoIP-Anschlusses und Fachhandelspartner können frei werdende Ressourcen für die Realisierung individueller KundInnen-Anforderungen nutzen. "Die unterschiedlichen Ausprägungen des SIP-Protokolls sind ein ständiges Übel", erläutert Helmut Schieve, Leiter des TK-Dienstleisters TKS. "Jeder SIP-Provider nutzt eine andere Auslegung." Durch die Dienstleistung mit individuellen Anpassungen und einem sicheren Anschlussbetrieb könnten sich Dienstleister wie TKS nun einerseits auf die KundInnen-Beratung konzentrieren und TechnikerInnen haben andererseits am Tag der Installation mehr Zeit für das Wesentliche.

Gesetzliche Veröffentlichungspflicht von Schnittstellenbeschreibungen

Es besteht eine gesetzliche Verpflichtung die für das VoIP-Produkt relevanten Schnittstellenbeschreibungen zu veröffentlichen. Bei der Unterstützung des Providers sieht Lars Brückner, Leiter Produktmanagement bei Agfeo, allerdings starke Unterschiede zwischen den großen und kleinen Providern mit eigener SIP-Infrastruktur und solchen ohne eigene Infrastruktur. "Während große Provider mit eigener Infrastruktur, wie die Deutsche Telekom oder Vodafone, hierbei sehr vorbildlich sind, ist das Thema gerade auch bei denen ohne eigene Infrastruktur vielfach nicht mal bekannt", erläutert Brückner. "In einigen Fällen haben dann solche Provider sogar nicht mehr reagiert, wenn wir dies nur beiläufig angesprochen hatten." Dafür sei die Unterstützung großer Provider nach Erfahrung des PBX-Herstellers eingeschränkter, während kleinere Provider mit eigener Infrastruktur "deutlich greifbarer sind".

Direkter Dialog mit den Povidern

Für den TK-Anbieter Agfeo steht der Dialog mit den Providern im Vordergrund. "Denn ohne Schnittstellenbeschreibung oder eigenen Testtrunk fällt es auch uns durchaus schwerer, das PBX System anzupassen", macht Brückner klar. Im letzteren Fall nutzt Agfeo das Kundensystem, nimmt die Anpassungen "live am laufenden Herzen" vor und integriert erst nachträglich für zukünftiger KundInnen.

Zukünftig wünscht sich das Unternehmen eine bessere Kommunikation über Anpassungen von den Providern an die PBX-Hersteller. Bisher informiert noch nicht jeder Provider zeitnah über neue Verfahren oder umgestellte Technologien. Daher ist dies für Hersteller wie Agfeo "ein ständiges Betätigungsfeld", dass aufgrund der hohen Anzahl anzupassender SIP-Provider zunehmend aufwändig ist. "Diese Herausforderung nehmen wir aber sehr gerne in Kauf, weil wir wissen, dass wir unseren Kunden dadurch nicht nur jederzeit ein stabiles System, sondern auch eine sichere und auch schnelle Inbetriebnahme garantieren können", sagt Brückner.

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