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Expertenkommentar Mobile-Device: Apps für Unternehmen: Dabei sein ist nicht alles

Mobile Endgeräte erleben derzeit eine sehr gute Konjunktur. Ihr Markt expandiert rasch und fast im Wochenrhythmus werden neue Geräte vorgestellt. Dementsprechend nimmt auch die Zahl der Applikationen für Smartphones und Tablet-PCs ständig zu, so dass es mittlerweile eine fast unübersehbare Fülle von "Apps" für nahezu alle denkbaren Anwendungsfälle gibt. Viele Unternehmen wollen angesichts dieser dynamischen Entwicklung nicht abseits stehen und möglichst bald auch eine eigene App vorweisen können.

Dr. Josef Brewing ist Geschäftsführer der Adesso Mobile Solutions in Dortmund. Bildquelle: © Adesso

Dr. Josef Brewing, Geschäftsführer der Adesso Mobile Solutions in Dortmund

Natürlich kann man mit einer schnell entworfenen und programmierten Applikation sofort im Markt präsent sein. Mit einem derartigen ungeplanten, primär von Marketingüberlegungen getriebenen, Vorgehen wird man jedoch den strategischen Möglichkeiten der neuen mobilen Systeme nicht gerecht. Es sollte für Unternehmen nämlich nicht darum gehen, einfach nur dabei zu sein, sondern vielmehr darum, mit den neuen Systemen die eigenen Geschäftsprozesse zu unterstützen. Dafür ist bei mobilen Devices und Apps nicht weniger konzeptionelle Arbeit erforderlich, als bei anderen Aufgaben, die sich der IT stellen.

Mobiler Vertriebskanal
Insbesondere im Consumer-Markt haben sich mobile IT-Systeme in den letzten Jahren vor allem zu einem wichtigen Vertriebskanal entwickelt, denn die Kunden von heute wollen in allen Online-Märkten nicht mehr nur zu Hause, also mittels stationärer Systeme, im Web aktiv sein, sondern auch unterwegs. "Jederzeit und überall", lautet die Devise einer neuen Generation von Online-Kunden und die Unternehmen müssen diese Entwicklung richtig einordnen; sie müssen den mobilen Kanal als einen Vertriebskanal verstehen, der gleichberechtigt neben den anderen steht, der aber wie die klassischen Vertriebskanäle voll in die Geschäftsprozesse integriert sein muss.