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KI und Chatbots im Recruiting: Digitale Helfer im Bewerbungsprozess

Für viele Unternehmen besteht eine große Herausforderung darin, die richtigen Mitarbeiter zu finden, zu gewinnen und zu halten. Digitale Helfer wie intelligente Stellenberater und Chatbots können das Recruiting vereinfachen und optimieren.

Recruiting Juman Resources Fachkräftemangel Bildquelle: © Vladislava Ezhova-123rf

Die Nachfrage nach neuen, hochqualifizierten Mitarbeitern wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Laut der vom Stifterverband und McKinsey & Company verfassten Studie "Future Skills: Welche Kompetenzen in Deutschland fehlen“ werden bis zum Jahr 2023 hierzulande rund 700.000 zusätzliche Technologieexperten gebraucht. Der Wettbewerb um die besten Köpfe wird also weiter zunehmen.

Schon heute stellt die Suche nach dem richtigen Personal viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Die Zeiten, in denen eine Stellenanzeige in einer überregionalen Zeitung genügte, um eine Position optimal zu besetzen, sind längst vorbei. Unternehmen präsentieren sich heute auf eigenen Rekrutierungsportalen, nutzen Online-Jobbörsen oder die externe Hilfe von Personalvermittlern. Um mit jungen, gut ausgebildeten Talenten ins Gespräch zu kommen, ist zudem eine angemessene Präsenz in den sozialen Medien unabdingbar. Aus den so generierten Bewerbungen sind geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zu identifizieren, durch Tests, Assessment-Center und Bewerbungsgespräche ist der Kreis weiter einzugrenzen, um schließlich den bestmöglichen Bewerber identifizieren und einstellen zu können.

Dieser Aufwand verschlingt beträchtliche Summen und bindet massiv Ressourcen nicht nur in der Personalabteilung. Künstliche Intelligenz und Machine Learning können Menschen in allen Phasen des Recruiting unterstützen, sie von Routineaufgaben entlasten, die Zufriedenheit der Bewerber und der Personalverantwortlichen steigen, aber auch für bessere und schnellere Entscheidungen sorgen. Hier einige Beispiele für digitale Helfer im Bewerbungsprozess:

Recruiting-Chatbots

Die Kommunikation auf firmeneigenen Bewerbungsportalen und sozialen Kanälen ist sehr zeitintensiv. Ansprechpartner sollten idealer Weise auch außerhalb der üblichen Bürozeiten zur Verfügung stehen, um mit berufstätigen Bewerbern in deren Freizeit kommunizieren zu können. Hier kann der Einsatz von Chatbots helfen. Diese digitalen Assistenten verstehen dank Natural Language Understanding (NLU) in natürlicher Sprache eingegebene Fragen. Über Speech-to-Text- und Text-to-Speech-Module ist auch eine Sprachverständigung per Telefon oder in die Webseite integrierte Sprachkanäle möglich. Auf Basis einer Wissensdatenbank und mithilfe von Textbausteinen erkennt der digitale Assistent den Inhalt der Frage oder Anmerkung, kann sie in den richtigen Kontext einordnen und eine adäquate Antwort geben.

Chatbots lassen sich für mehrere Phasen im Recruiting-Prozess einsetzen. Beim Erstkontakt können sie beispielsweise allgemeine Informationen über das Unternehmen, offene Stellen und deren Anforderungen sowie Art und Umfang der einzureichenden Bewerbungsunterlagen geben. Kandidaten, die sich nach dem Stand ihrer Bewerbung erkundigen wollen, kann der Chatbot Auskunft über die aktuelle Situation und die weiteren Schritte geben.