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Digital Workplace Summit 2018: "Eine Zukunft für Menschen, nicht für Maschinen"

Communardo hat im vergangenen November in München den Digital Workplace Summit veranstaltet, der spannende Einblicke in moderne Arbeitsplatzkonzepte verschaffte und nicht zuletzt aufzeigte: Unternehmen müssen ihre Transformation immer beim Mitarbeiter beginnen.

Gunter Dueck Communardo Bildquelle: © WEKA FACHMEDIEN

„Man merkt jetzt schon, dass man mehr menschliche Intelligenz braucht“, erklärte Professor Gunter Dueck während seiner Keynote auf dem Digital Workplace Summit 2018

Von einem Arbeitsplatz der Zukunft kann sicherlich noch nicht in jedem Unternehmen die Rede sein – und doch gibt es aktuell viel Bewegung im Markt. Neue Werkzeuge, Prozesse, Strategien und nicht zuletzt die Mitarbeiter fordern zum Wandel auf, hin zu einer digitalen Arbeitswelt. Wie sich diese bereits heute gestalten kann, hat am 20. November der Digital Workplace Summit 2018 des auf Intranet-Lösungen spezialisierten Software-Anbieters Communardo gezeigt, der im Münchner Sofitel stattfand. Nicht nur der Veranstalter selbst, auch verschiedene Anwenderunternehmen ermöglichten den rund 230 Teilnehmern einen interessanten Einblick in die Arbeitsstrukturen und die täglichen digital geprägten Herausforderungen von BMW, ADAC, Continental, der Otto Group oder der Verlage Axel Springer und Cornelsen. Ob Konzern oder Mittelständler, die Unternehmen stehen meist vor ähnlichen Fragestellungen: Welchen Einfluss haben moderne Lösungen auf die tägliche Arbeit, wie kann ich diese erfolgreich implementieren und, allem voran, wie wird der Anwender auf die Reise mitgenommen.

„Kann ich New-Work-Verhalten installieren?“, fragte Ramona Todte von Otto in ihrem Vortrag, um gleich darauf zu verneinen. Für die erfolgreiche Einführung digitaler Lösungen und Prozesse reicht kein einfacher Knopfdruck, kein Automatismus. Sie erfordert eine hohe Nutzerakzeptanz und laut Todte „eindeutige Anwendungsszenarien“. Daher gelte es, den Mitarbeiter in den Mittelpunkt zu stellen und dessen Anforderungen genauestens zu kennen. Eine Einschätzung, die sich wie ein roter Faden durch die Vorträge des Summit zog: Transformation muss bei den Mitarbeitern und der Unternehmenskultur beginnen, denn „Culture eats strategy for breakfest and for Lunch and Dinner, too“, wie Masa Matejic von Microsoft dramatisch unterstrich.

„Ein Mangel an Kompetenz“

Kann sich der Mitarbeiter also zurücklehnen und abwarten, bis er im Zuge des Wandels ganz individuell abgeholt wird? Der Nutzer steht ebenso in der Pflicht, sich die richtigen Fähigkeiten für die digitale Arbeitswelt anzueignen. „Information Overflow“ aufgrund immer neuer Kommunikationskanäle? Den gibt es laut Harald Schirmer von Continental nicht. „Information Overflow ist ein Mangel an Kompetenz“. Immerhin würden moderne Netzwerke alle nötigen Werkzeuge bereitstellen, um Informationen passend zu filtern. Der Nutzer müsse daher lernen mit diesen umzugehen, um seine digitalen Qualitäten zu verbessern. Schirmer empfiehlt daher ein “Lernen auf allen Ebenen”, stets basierend auf Vertrauen und Transparenz.

Eine weitreichende Entwicklung, mit der sich Unternehmen jedoch nicht allzu lange Zeit lassen sollten, wie Professor Gunter Dueck in seiner Keynote auf dem Digital Workplace Summit veranschaulichte. Denn laut dem Digital-Experten wird Künstliche Intelligenz die Arbeitswelt in den kommenden Jahren nochmals grundlegend verändern und neue Kompetenzen der Unternehmen und Mitarbeiter fordern, die es bereits heute zu fördern gilt. „Man merkt jetzt schon, dass man mehr menschliche Intelligenz braucht“, so Dueck. Ein Aufruf dazu, neue Arbeitskonzepte als ganzheitliche Strategien zu betrachten, die sich über die IT, die Unternehmenskultur sowie über jeden einzelnen Mitarbeiter erstrecken müssen. „Unsere Zukunft müssen wir für Menschen gestalten, nicht für Maschinen“, erklärte Schirmer und fordert: „Sei selbst die Veränderung, die Du in der Welt sehen willst.“