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IoT-Funktechnik: LoRaWAN macht die City smart

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

IoT mit Sicherheit

Thomas Kautenburger, Innovationsmanager bei Euromicron Bildquelle: © Euromicron

Thomas Kautenburger, Innovationsmanager bei Euromicron: "LoRa-basierten Smart-City-Konzepten gehört zweifelsohne die Zukunft. Die Umsetzung gelingt aber nur mit Hilfe kompetenter Lösungsanbieter."

Sicherheit und Vertraulichkeit der transportierten Daten sind ein wichtiges Kriterium für den Erfolg und die Akzeptanz des Internet of Things. Mit Hilfe eines High Security Moduls (HSM) im Herzen des Rechenzentrums ist es möglich, dass professionelle LoRaWAN-Anbieter eine sichere Kommunikation gewährleisten können. Unternehmen, welche beispielsweise die Netzikon-Infrastruktur nutzen, erzeugen auf dem HSM ein asymmetrisches Schlüsselpaar. Niemand außer dem Unternehmen selbst ist dabei im Besitz des persönlichen Schlüssels. Die Daten werden auf zwei Ebenen verschlüsselt: über einen einheitlichen Netzschlüssel (AES 128) für die Netzebene und einen weiteren Netzschlüssel (AES 128) für die Applikationsebene. Dieses Vorgehen ergänzt das von LoRa definierte Verfahren, das zu 100 Prozent kompatibel zum LoRaWAN-Standard ist.

Lösungen für das Internet der Dinge aus einer Hand
Erfolgreiche Konzepte für Smart City und Industrie 4.0 ergeben sich aus der intelligenten Verknüpfung von Daten, der Einbindung in Geschäftsprozesse sowie der Interaktion mit dem Anwender. Hier zeigt sich dann auch schnell einer der großen Vorteile, die eine bereits etablierte Ende-zu-Ende-Lösung gegenüber einer Do-it-Yourself-Lösung hat: Die standardisierten cloudfähigen Schnittstellen der LoRa-Infrastruktur erlauben es neben einer kosteneffizienten Abbildung von Geschäftsprozessen, bestehende Anwendungen in die Infrastruktur einzubinden und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Vorteil: Industriestandard mit breiter Akzeptanz. Standardisierte Schnittstellen bieten eine einfache Anbindung von Cloud-Applikationen. Damit eröffnen sich Möglichkeiten für eine Vielfalt von Anwendungen. Mit einfachen Sensoren, an beliebigen, netzunabhängigen Orten, können Informationen gewonnen werden, die bisher technisch kaum oder überhaupt nicht ermittelt werden konnten.

Der offene Standard LoRa erlaubt nahezu unerschöpfliche Einsatzmöglichkeiten und ist einer der Schlüssel für die Realisierung von Smart Cities und der Digitalisierung von Prozessen. Die Technologie bietet eine große Reichweite sowie eine hohe Durchdringung. Weiterhin kann LoRaWAN, dank seiner Robustheit gegenüber Störstrahlung, eine hohe Zuverlässigkeit vorweisen. Für eine besonders einfache Implementierung bieten verschiedene Provider zuverlässige IoT-Plattformlösungen an, welche die zur Auswertung und Verarbeitung von Daten benötigten Werkzeuge zur Verfügung stellen. Somit ist eines sicher: Mit LoRa hält die Zukunft Einzug in die Städte und Unternehmen.

Uli Schunk ist Corporate Marketing Manager bei Euromicron