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Head-Mounted Displays: Mehr Durchblick in der Fabrik der Zukunft

Seit etwa drei Jahren werden Head-Mounted Displays im industriellen Umfeld eingesetzt. Als Enabler von Technologien wie AR lassen sich so, besonders im Kontext Digitalisierung und Fachkräftemangel, Wettbewerbsvorteile sichern. Wie Datenbrillen das Arbeiten in der Industrie 4.0 vereinfachen können.

Augmented Reality Industrie 4.0 Ubimax Bildquelle: © Ubimax

Datenbrillen beeinflussen bereits heute die Arbeit in den Fabriken. Sie eignen sich für Verschiedenste Industriebereiche von Logistik über Produktion bis hin zum Automotive-Bereich.

Man stelle sich den Schichtleiter einer Fabrik vor: Seine Aufgabe ist es zu schauen, dass alle Maschinen einwandfrei funktionieren, die Aufträge fehlerfrei erledigen und die gewünschte Menge an Produkten produzieren. Dafür benötigt er jedoch kein Tablet oder Computer. Mithilfe einer Datenbrille erhält er Informationen zu den einzelnen Maschinen direkt in seinem Sichtfeld und sieht so ihren aktuellen Status. Tritt ein Problem auf, kann er sich die Lösung entweder Schritt für Schritt von der Datenbrille anzeigen lassen oder per Fernhilfe einen Experten hinzuziehen, der ihn bei der Problemlösung unterstützt. Diese Vorstellung ist keineswegs Zukunftsmusik, sondern dank Wearable Computern wie Datenbrillen und Augmented Reality (AR) bereits realisierbar. Seit etwa drei Jahren werden Datenbrillen (auch Head-Mounted Displays, kurz HMDs) im industriellen Umfeld eingesetzt. Sie helfen Unternehmen, die Produktivität informationsintensiver Prozesse zu steigern und Fehlerraten zu senken. Angesichts der starken Zunahme der produktiven Leistungsstärke von neuen Datenbrillen-Modellen ist jetzt die Zeit für Unternehmen, sich mit dem Themenkomplex zu befassen. Gerade im Hinblick auf Problemfelder wie Digitalisierung und Fachkräftemangel können durch den Einsatz von Wearable-Computing-Lösungen reale Wettbewerbsvorteile gesichert werden.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
Head-Mounted Displays eignen sich für verschiedenste Arbeiten, bei denen beide Hände für die primäre Tätigkeit benötigt werden und Anwender Informationen genau dann erhalten müssen, wenn sie benötigt werden. Auch bei einem häufigen Wechsel zwischen der primären Tätigkeit und der Suche nach der dazugehörigen Information spielen die Displays ihre Stärken aus. Die Nutzung von Kontextinformationen wird vereinfacht und aufwändige Benutzereingaben werden vermieden oder erleichtert. Allgemein lassen sich vier Bereiche für den Einsatz von HMDs unterscheiden:

  • Inspektion und Wartung,
  • Experten-Fernunterstützung,
  • Kommissionierung sowie
  • Produktion und Training.

Im Bereich Inspektion und Wartung unterstützen HMDs Techniker durch interaktive Reparatur- oder Wartungspläne und Gefahrenwarnungen. Gerade bei großen technischen Anlagen, bei denen von verschiedenen Seiten und Positionen gearbeitet wird, sind HMDs von Vorteil, da Abbildungen und Zusatzinformationen immer nur einen Blick entfernt sind. Dank der Fernunterstützung (Remote Assistance) kann ein Experte auch aus weiter Entfernung einen Techniker bei seiner Arbeit unterstützen. Im Bereich Produktion und Training funktioniert die Hilfe durch Datenbrillen ähnlich wie bei interaktiven Reparatur- oder Wartungsplänen. Durch Schritt-für-Schritt-Anleitungen werden Mitarbeiter schnell auf ein erforderliches Qualitätsniveau gebracht und sie können flexibel an verschiedenen Arbeitsplätzen und Aufgaben eingesetzt werden. Eine solche Unterstützung der Arbeiter durch Head-Mounted Displays ist gerade bei großer Produktvielfalt oder hoher Personalfluktuation sinnvoll. Eine weitere Einsatzmöglichkeit bietet die Kommissionierung. Diese bezeichnet den Prozess der Zusammenstellung von Gütern nach vorgegebenen Aufträgen aus einem Gesamt-sortiment. HMDs können dabei durch eine grafische Darstellung der zusammenzustellenden Teile unterstützen und durch Multiorder-Kommissionierung die Vorgänge beschleunigen.