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Mobile Office: BYOD at its best

Wie Applikationen für Bring Your Own Device im Unternehmen optimiert werden können und wo Herausforderungen liegen.

buchachon - fotolia.com Bildquelle: © buchachon - fotolia.com

BYOD bringt Vorteile für Unternehmen mit sich, allerdings auch große Herausforderungen für die IT‑Abteilungen.

Bring-Your-Own-Device (BYOD)-Richtlinien sind mittlerweile für viele Unternehmen selbstverständlich. Wenn Mitarbeiter mit ihren bevorzugten Geräte- und Betriebssystemen arbeiten, kann dies erhebliche Vorteile für die Produktivität der Mitarbeiter mit sich bringen. Ganz zu schweigen von den finanziellen Einsparungen, die Unternehmen erzielen, wenn sie in keine teure Hardware investieren müssen. Doch trotz klarer Anwendervorteile kann BYOD eine große Herausforderung für IT-Abteilungen darstellen. Zum Beispiel bei der Aufgabe, den Nutzern eine qualitativ hochwertige User Experience in den Unternehmensnetzwerken zu bieten – besonders bei Privatgeräten. Die gute Nachricht ist, diese Herausforderung ist lösbar. Sobald die Anwendungen effizient instrumentiert sind, bieten diese dem Anwender eine optimale Performance – auch wenn sie über ihr eigenes Telefon oder Tablet auf das Unternehmensnetzwerk zugreifen.

Die Sicht eines Nutzers
Um die BYOD-Performance zu verbessern, muss sich die IT zunächst einen Überblick verschaffen, wie Benutzer auf Anwendungen zugreifen und wie sie im gesamten Netzwerk agieren. Bei Unternehmen, die firmeneigene Laptops oder PCs managen, ist ein agentenbasierter Ansatz beim Monitoring der User-Zufriedenheit die einfachste Methode. Die IT-Abteilung besitzt das Gerät und kann sowohl einen Monitoring-Agenten als auch firmeneigene Anwendungen wie VPN-Clients installieren. Die Umsetzung einer BYOD-Richtlinie bedeutet logischerweise, dass die Ermittlung der User Experience viel komplexer wird. Die Vielzahl der Hersteller, Geräte, Betriebssysteme und Carrier verstärkt dies und erschwert das Management. Und das sogar noch bevor die Datenschutzbedenken der Nutzer beim Monitoring berücksichtigt worden sind. Viele Mitarbeiter haben ernsthafte Bedenken bei der Frage, ob IT-Abteilungen Monitoring-Software auf persönlichen Geräten installieren dürfen. Diese Bedenken sind unterschiedlicher Natur, drehen sich allerdings oft um Datenschutzfragen. Die Menschen wollen verständlicherweise nicht, dass Unternehmen sehen, was sie in ihrer Freizeit tun oder was ihr aktueller Standort ist. Darüber hinaus enthalten einige Anwendungen, wie zum Beispiel Apps für das Mobile Banking, sehr persönliche und sensible Informationen.

Die App instrumentieren, nicht das Gerät
Um diese Einschränkung zu reduzieren, sollten IT-Verantwortliche nicht das Gerät des Benutzers, sondern die jeweilige mobile Anwendung des Unternehmens selbst instrumentieren. Für Apps, die im eigenen Haus entwickelt wurden und geeignete Technologie nutzen, können Entwicklungsteams die Instrumentierung direkt integrieren. Nicht-Entwickler können Software für Monitoring Management entweder auf Drittanbieter-Applikationen oder auf selbst erstellte Anwendungen spielen und erhalten dennoch das gleiche Maß an Einblick. Mitarbeiter können anschließend die Apps über die App Stores des jeweiligen Unternehmens herunterladen.

Welche Einblicke gewähren instrumentierte Apps?
Die meisten Anbieter für Application Performance Management gewähren umfangreiche Einblicke und beantworten zentrale Fragen, zum Beispiel, ob die App übermäßige Abstürze, Fehler oder langsame Reaktionszeiten aufweist. Best-in-Class-Lösungen bieten zusätzlich Business Activity Analytics an. Ein Beispiel: Ein Versicherungsagent, der nach einer Naturkatastrophe in eine Region X einreist, bearbeitet seine Versicherungsfälle auf einem Tablet. Der Agent verlässt sich auf die Schadensmanagement-Applikation seines Unternehmens, in der er Kundendaten recherchieren, Schadensbewertungsformulare ausfüllen und Daten an die Unternehmenszentrale übermitteln kann. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass die IT-Abteilung jederzeit bestimmte Metriken analysieren kann: Wann stürzt die App ab? Ab welchem Zeitpunkt ist zu viel Zeit verstrichen, um die Reklamation zu bearbeiten? Zu viel Zeit, um Datensätze abzurufen oder Zahlungen auszustellen? Ein effizientes Monitoring der User Experience gibt zum Beispiel die Möglichkeit, Reaktionszeiten der beschriebenen Geschäftsaktivitäten zu ermitteln und den Leistungserwartungen gegenüberzustellen. Zudem sollte es möglich sein, dass die wichtigsten Geschäftsschritte, für die die Mitarbeiter die mobilen Apps verwenden, nachvollziehbar sind.

Diese Art des Monitorings gibt der IT-Abteilung zentrale Einblicke in die User Experience auf BYOD-Geräten. Zum Beispiel, wie lange es dauert, bis Geschäftsaktivitäten ausgeführt werden, ob SLA-Ziele erreicht werden und wie sich Unterschiede in der Geografie, dem Betriebssystem, dem Gerätehersteller oder dem Modell auf die Leistung auswirken. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse ist es möglich, Anwendungen und Netzwerke anzupassen, um sicherzustellen, dass Mitarbeiter so bequem und effizient wie möglich arbeiten können.

Michael Rudrich ist Regional Vice President DACH bei Riverbed Technology