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Angela Molterer von Rehau im Interview: "Ich bin oft ausschließlich virtuell mit Kollegen verbunden"

Der Kunststoff- und Polymer-Fertiger Rehau hat bereits ein vielschichtiges Digital-Workplace-Konzept umgesetzt. Im funkschau Interview gibt Angela Molterer, Head of Digital Workplace Strategy bei Rehau, einen Einblick in ihren Arbeitsplatz der Zukunft.

Angela Molterer Rehau Bildquelle: © Rehau

Angela Molterer ist Head of Digital Workplace Strategy bei Rehau

funkschau: Frau Molterer, als wie digital würden Sie Ihre tägliche Arbeit einstufen und was sind Ihre wichtigsten Werkzeuge?

Angela Molterer: Bei Rehau habe ich den digitalen Arbeitsplatz bereits stark verinnerlicht. Täglich bin ich oft ausschließlich virtuell mit Kollegen verbunden und arbeite mit virtuellen Teams auf der ganzen Welt gemeinsam an Projekten. Auch im Mobile- oder Homeoffice. Meine bevorzugten Tools für die Kommunikation sind Cisco Webex, Jabber und Teams – natürlich mit Kamera und Headset. Ein Telefon am Schreibtisch oder auch Drucker nutze ich schon seit vielen Jahren nicht mehr. Die virtuelle Kollaboration findet über Cloud mit Dropbox statt.  

funkschau: Wie würden Sie Ihren idealen digitalen Arbeitsplatz charakterisieren, was darf zukünftig nicht fehlen?

Molterer: Ich finde, mein idealer zukünftiger Arbeitsplatz muss sich gar nicht groß von dem heutigen unterscheiden. Allerdings wäre es toll, wenn er mich in der Priorisierung meiner Aufgaben noch mehr unterstützen würde. Das heißt, dass er aus allen Tools und Plattformen meine wichtigsten Aufgaben extrahiert. Routinetätigkeiten, wie Reiseanträge oder Zeiterfassungen werden sicherlich Bots übernehmen. So kann ich mich noch besser auf die Sachen konzentrieren, mit denen ich durch meine Arbeitskraft einen guten Beitrag für Rehau leisten kann. Ganz auf den sozialen Kontakt möchte ich aber nicht verzichten. Der Kontakt mit den Kollegen, um Stimmungen mitzubekommen und unsere Unternehmenskultur mitzugestalten, ist mir wichtig und nur virtuell recht schwierig.

funkschau: Wie wollen Sie im eignen Unternehmen in Zukunft Ihre Arbeitsplatz-Infrastruktur weiter digitalisieren? Gibt es bereits Projekte, Konzepte oder Ideen?

Molterer: Natürlich wird Rehau den Arbeitsplatz weiter digitalisieren. Wir sind gerade in der letzten Projektphase für ein Pilotprojekt, bei dem Architektur, Facility Management, IT und HR gemeinsam erarbeitet haben, wie die zukünftigen Arbeitsplätze am sinnvollsten gestaltet werden. Aber auch wie digitaler und „offline“-Arbeitsplatz zusammen am nutzerfreundlichsten aufgebaut werden sollten. Hypothesen, die wir testen sind beispielsweise, wie Desksharing bei Rehau funktionieren kann und wie standardisiert dadurch die IT-Ausstattung des Mitarbeiters sein muss. Oder welche Tools am besten auf Mobilität ausgelegt sind. Auf einer Pilotfläche haben bereits mehrere Abteilungen die Ansätze getestet und uns Feedback gegeben, was uns sehr bei der Definition der Corporate Architecture hilft.