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Privatsphäre im Connected Home: Start-up kündigt cloudunabhängigen Sprachassistenten an

Die Wahrung der Privatsphäre rückt wieder mehr in den Vordergrund. Dem soll nun ein neuer cloudunabhängiger Sprachassistenten Rechnung tragen, den das KI-Start-up Snips angekündigt hat. Damit wäre das Gerät eine Alternative zu Siri, Alexa oder Google Home.

Bild Bildquelle: © Snips

Das 2013 gegründete KI-Start-up Snips legt nach eigenen Angaben den Fokus auf Sprache und Datensicherheit. Mit Snips Air hat das Unternehmen nun eine erste Voice-Plattform angekündigt, die die Privatsphäre im Connected Home im Privaten belassen soll und konform sei zu den Richtlinien der DSVGO.

Demnach sollen die Anwenderdaten nicht in der Cloud gespeichert, sondern auf dem jeweiligen Gerät verarbeitet werden. Edge Computing und die Air Network Blockchain ermöglichen laut Snips eine dezentrale Plattform, über die der Anwender Kontrolle über seine Daten behält. Die Snips-Technologie erlaube die lokale Datenverarbeitung zu 100 Prozent auf dem jeweiligen Gerät, ohne dass Daten zu einer Cloud-Anwendung versandt werden. In der Konsequenz wisse Snips Air nichts über den Anwender und schütze ihn damit vor Massenüberwachung und Hacking.

Gegenwärtig werde die im Juni 2017 von Snips vorgestellte Technologie zur Spracherkennung und -steuerung von mehr als 14.000 Entwicklern genutzt, die damit mehr als 24.000 Sprachassistenten für unterschiedlichste Anwendungen erstellt haben. Mit der Air Blockchain werden Anwender dafür bezahlt, ihre verschlüsselten Daten zu einem Modell für das Maschinenlernen hinzuzufügen, das durch ein Netzwerk dezentraler Bearbeiter trainiert werde. Die verarbeiteten Daten werden anschließend durch Anwendungsentwickler aggregiert, die so über neue Modelle verfügen, die verschlüsselte Nutzerdaten enthalten. Weil das KI-Training auf der Blockchain mittels verschlüsselten gemeinsamen Lernens funktioniere, können Entwickler die Anwenderdaten nutzen und neue Anwendungen der Air-Plattform hinzufügen, während die Nutzer selbst ihre privaten Informationen nicht veröffentlichen.

Geplant seien eine Reihe eingebauter Funktionen für tägliche Anwendungen: So sollen sich Licht, Heizungen, Fenster oder Multimedia-Geräte steuern lassen oder Auskünfte zu Wetter, Uhrzeit oder Kalendereinträgen erteilt werden. Entwickler können zusätzliche Anwendungen für Snips Air kreieren und im Snips App-Store veröffentlichen.

Konsumenten müssen sich noch gedulden, voraussichtlich Ende 2019 soll das Gerät verfügbar sein.