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Highlights der Entwicklerkonferenz: Die Neuigkeiten der Google I/O auf einen Blick

Bei der Entwicklerkonferenz Google I/O gibt es traditionell Neues zum Mobil-System Android und anderen Produkten und Diensten des Internet-Konzerns. Zentrale Ankündigungen des ersten Tages auf einen Blick.

Google Android Oreo Bildquelle: © Christoph Dernbach/dpa

Android: Das meistbenutzte Smartphone-Betriebssystem bekommt eine neue Bedienung. Die drei Tasten am unteren Bildschirmrand weichen in der nächsten Version Android P einer Wischgeste, ähnlich wie bei Apples iPhone X. Künstliche Intelligenz soll vorhersehen, welche Apps und Funktionen Nutzer als nächstes aufrufen werden. Auf dieser Basis soll auch ein cleveres Management der Hardware-Leistung und Display-Helligkeit Strom sparen. Neu sind Funktionen für das «digitale Wohlbefinden» - damit ist gemeint, dass Menschen es mit der Technik-Nutzung nicht übertreiben sollten. Dafür werden sie auf einen Blick sehen, womit sie ihre Zeit auf dem Smartphone verbringen, die Nutzung einzelner Apps zeitlich begrenzen und einfacher in den «Nicht-Stören»-Modus gehen können. In einer Beta-Version steht Android P für Nutzer ausgewählter Smartphones bereits zur Verfügung.

Google Assistant: Google demonstrierte zwar, wie die Software Nutzern Anrufe im Restaurant oder Friseursalon komplett abnehmen kann, die «experimentelle» Funktion ist aber noch nicht bereit für den Massenmarkt. Schon jetzt gibt es aber sechs neue Stimmen, in der englischsprachigen Version unter anderem von Sänger John Legend. Zudem soll der Assistant neben der Kommunikation per Sprache mehr Informationen im Display einblenden. Damit Kinder sich durch das Herumkommandieren der Software nicht einen rüden Umgangston angewöhnen, wird der Assistant sie loben, wenn sie höflich zu ihm sind und «bitte» sagen.

Google Maps: Die Weghinweise können künftig auf dem Smartphone-Bildschirm direkt in das Livebild der Kamera eingeblendeten werden, um die Navigation zu erleichtern. In einer verspielten Version des Programms gibt es einen animierten Fuchs, der den Weg zeigt und dem man einfach folgen muss. In den Karten sollen auch bei anderen Nutzern populäre Geschäfte und Restaurants empfohlen werden - Googles Angriff auf Empfehlungs-Dienste wie Yelp.

Google Photos: Die Software kann nun auf Knopfdruck auch falsch belichtete Bilder retten - und auch alte Schwarz-Weiß-Fotos farbig machen. Die Bilderkennungs-Funktion «Lens» kann künftig Text direkt digitalisieren, wenn man die Kamera darauf hält - und genauso auch nach Objekten wie Anziehsachen shoppen lassen.

Google News: In einer überarbeiteten Version der Nachrichten-App sollen Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz sortiert werden. Zu einzelnen Themen werden mehr Informationen gebündelt angezeigt. Und Nutzer werden Bezahl-Angebote direkt in der App abonnieren können.