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Studie: Mobiles Arbeiten: Was Mitarbeitern wichtig ist

Mitarbeiter wollen sich Technologien für mobiles, flexibles Arbeiten nicht nehmen lassen. Dies zeigt eine weltweite Studie von Forbes Insights. Unternehmen müssen sich daher neu definieren: als Arbeitgeber – und Dienstleister.

Mobile Endgeräte über zwei Händen Bildquelle: © Fotolia /violetkaipa

36 Jahre. 1908 Wochen. 76.320 Stunden. So viel Zeit verbringen die Deutschen laut Statistischem Bundesamt heute im Durchschnitt in der Arbeit. Wertvolle Zeit also, die den größten Teil unseres Lebens ausmacht. Es versteht sich daher von selbst, dass wir alle diese Zeit so sinnvoll und angenehm wie möglich verbringen möchten. Egal, ob man Banker an der Frankfurter Börse oder Biobauer in Bayern ist. Die Digitalisierung der Arbeitswelt hat an diesem Wunsch nichts geändert. Ganz im Gegenteil: iPhone, Internet und mobile Apps haben den Wunsch nach selbstbestimmtem und flexiblem Arbeiten noch verstärkt. Tatsächlich hat der Wandel jetzt erst begonnen: durch die Nutzung innovativer Technologien, den demographischen Wandel und einer neuen Mitarbeitergeneration sowie die DSGVO, die neue Spielregeln für den Umgang mit Daten und Informationen definiert.

Mitarbeiter und CIOs: Vorteile von mobilem Arbeiten überwiegen
Dass Mitarbeiter wie CIOs auf innovative Technologien am Arbeitsplatz nicht mehr verzichten möchten, zeigt die aktuelle Studie „The Impact of the Digital Workforce“ von VMware in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Forbes Insights. Die Studie, für die über 2.000 Mitarbeiter und CIOs in Unternehmen weltweit befragt wurden, zeichnet für Deutschland ein eindeutiges Bild. Demnach berichten Mitarbeiter, die über einen modernen digitalen Arbeitsplatz verfügen, neun Mal häufiger von einer Steigerung ihrer persönlichen Produktivität. Dazu gehört auch, dass sie 12 Prozent weniger Zeit für manuelle Prozesse aufwenden müssen. Zudem nutzt die Mehrheit von 79 Prozent intelligente Apps als wichtigen Helfer, um Entscheidungen im Berufsleben besser und schneller treffen zu können. Die Vorteile, die sie ihnen bieten, wollen sie nicht mehr missen. Vorteile, die übrigens auch für die befragten CIOs in ganz Europa ersichtlich sind. Sie sehen durch den mobilen digitalen Arbeitsplatz eine gesteigerte Effizienz in der Zusammenarbeit um 12 Prozent. Ein Ergebnis, das sich für sie auch monetär messen lässt. 89 Prozent der CIOs rechnen mit einem Umsatzplus von fünf Prozent innerhalb der nächsten drei Jahre – und zwar allein durch den Einsatz der richtigen Technologien am Arbeitsplatz.

Beispiel: DB Systel
Wie dieser Einsatz geplant und verwaltet werden kann, zeigt DB Systel. Der interne IT-Dienstleister der Deutschen Bahn rollte kürzlich ein großes Projekt für mobiles Arbeiten im Rahmen der Konzernstrategie „DB2020“ mit dem Ziel einer umfangreichen Digitalisierung aus. Unter anderem bietet DB Systel eine einheitliche IT-Plattform für 100.000 Anwender im Bahnkonzern. Mitarbeiter erhalten darüber eine Vielzahl an IT-Anwendungen für ihre mobilen Geräte, von typischen MS Office- bis hin zu bahnspezifischen Anwendungen. Zudem bietet DB Systel ein 24/7 erreichbares Helpdesk und einen Vorortservice bei Störungen. Auf dem Höhepunkt trafen pro Monat bis zu 2.100 Anfragen ein, die nur verzögert beantwortet und bearbeitet werden konnten. Allerdings gab es eine große Herausforderung: Da viele Mitarbeiter auch auf ihre privaten mobilen Geräte auswichen, um ihre Aufgaben zu erledigen, musste die DB Systel über 60.000 verschiedene Android- und iOS-Geräte verwalten.