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Mobile Payment-Trends 2017: Apple Pay kommt nach Deutschland

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Handel und Banken sind längst bereit

Was ebenfalls für einen baldigen Start von Apple Pay in Deutschland spricht, ist, dass der Handel sowie viele Banken längst für diesen Schritt bereit sind. Selbst dm Drogerie-Märkte und Jet-Tankstellen haben immerhin schon die notwendige Terminal-Infrastruktur stehen, auch wenn es mit der Aktivierung noch ein paar Wochen dauern dürfte. Allein AMEX hinkt noch hinterher. Zwar akzeptieren beispielsweise Aldi oder auch Rewe die Karten des amerikanischen Kreditkartenunternehmens bereits, jedoch bis dato noch nicht in kontaktloser Form. Bei Zahlungen mit Visa oder Mastercard können Kunden in diesen Supermärkten dagegen bereits kontaktlos bezahlen.

Bei den Banken hat Comdirect bereits offen kommuniziert, dass man bereit ist und quasi nur noch auf Apple Pay wartet. Auch N26 als “Smartphone Bank” dürfte bestens vorbereitet sein, zumal man wieder eng mit Mastercard zusammenarbeitet. Die großen Online-Banken IngDiBa und DKB wiederum können es sich nicht leisten, Banken wie Comdirect und N26 alle iPhone- und Apple-Pay-Fans kampflos zu überlassen.

Zudem ist damit zu rechnen, dass jene Banken von Anfang an dabei sind, die ihren Kunden bereits in anderen Ländern wie dem Vereinigten Königreich das Bezahlen per Apple Pay ermöglichen. Mittels Wirecard lässt sich übrigens mit ein wenig Aufwand bereits heute selbst mit deutschem Wohnsitz mit Apple Pay bezahlen.

Weitere Kandidaten sind Barclays, Santander, American Express – und sogar die Deutsche Bank. Dem Vernehmen nach wird die im Frühjahr erwartete Mobile-Payment-App der Deutschen Bank auf einer von Mastercard gelieferten Tokenisation-Lösung basieren. Sollte sich das bewahrheiten, wäre auch die Deutsche Bank technisch für Apple Pay gerüstet.

Sparkassen und Genossenschaftsbanken dürften dagegen weiterhin auf die Girocard setzen, die eher nicht zu Apple Pay passt. Am Marktstart von Apple Pay in 2017 wird das nichts ändern. Die Weichen sind gelegt. Allein die genaue Ankunftszeit steht noch nicht fest. Allerspätestens gegen Ende des Jahres werden dann aber auch hierzulande iPhone-Besitzer nicht mehr nur mit ihren Geräten telefonieren, im Internet surfen und sich unterwegs mit Spielen und Nachrichten die Zeit vertreiben, sondern auch schnell und unkompliziert an der Kasse bezahlen.