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Interview: WLAN-Connectivity für das IoT

Lantronix, Netzwerkspezialist und Hersteller von sicheren IoT- und M2M-Vernetzungslösungen, setzt auf den WLAN-Standard. Vishal Kakkad, Director Product Marketing bei Lantronix, erklärt im funkschau-Interview die Hintergründe und gibt Tipps für die Umsetzung von Projekten.

Alle Branchen und Bereiche profitieren vom WLAN-Einsatz. Bildquelle: © putilov_denis - fotolia.com
Vishal Kakkad, Director Product Marketing bei Lantronix Bildquelle: © Lantronix

Vishal Kakkad, Director Product Marketing bei Lantronix

funkschau: Herr Kakkad, der WLAN-Standard steht oft im Ruf, bezüglich Sicherheit oder Verfügbarkeit nicht sehr zuverlässig zu sein. Und doch setzt Lantronix selbst bei geschäftskritischen Anwendungen auf diese Technologie?

Vishal Kakkad: Ja, und dafür gibt es auch gute Gründe. Während WLAN eigentlich nicht für kritische Anwendungen mit hohen Sicherheitsanforderungen verwendet werden sollte, gibt es dennoch viele Applikationen und -anwendungsfälle, für die die Reife des WLAN-Software-Stacks und dessen Funktionen sehr gut geeignet sind. Dazu zählen sehr wichtige Fähigkeiten, wie sich automatisch neu zu verbinden, Verbindungsunterbrechungen auszugleichen oder allgemein sehr reaktionsfreudig zu sein. WLAN eignet sich eben gut, wenn es darum geht, nicht nur punktuell Daten abzugleichen, sondern eine kontinuierliche Verbindung aufrecht zu halten. Mobile Anwendungsfälle gibt es zuhauf, sogar in anspruchsvollen Umgebungen mit extremen Temperaturen oder vielen Frequenzinterferenzen. Insbesondere für solche Anwendungsgebiete benötigt man einen Anbieter wie Lantronix, der zuverlässige WLAN-Konnektivität garantieren kann. OEMs und Hersteller von IoT-Geräten können so schnell und sicher Produkte auf den Markt bringen.

funkschau: Was sind weitere Voraussetzungen für den WLAN-Einsatz speziell in industriellen Umgebungen?

Kakkad: In der Industrie braucht man auf der Hardwareseite größere Temperaturbereiche, kompakte Größen und lange Produktlebenszyklen. Auf der Softwareseite braucht man zum Beispiel Schnittstellen für mobile Apps und M2M, Zertifizierungen wie etwa durch die Wi-Fi Alliance und heutzutage natürlich Unterstützung für IPv6.

funkschau: Heißt das, Lantronix stellt seinen Kunden nicht nur Hardware und Software zur Verfügung, sondern unterstützt mit einem ganzheitlichen Ansatz den Rollout von IoT-Projekten?

Kakkad: IoT-Projekte können niemals isoliert umgesetzt werden. Man benötigt einen umfassenden Ansatz, um die verbundenen Geräte zu kontrollieren sowie die Sammlung der Daten zu verwalten. Unser Produkt Premierwave 2050 kann man beispielsweise sehr einfach mit mobilen Anwendungen kombinieren, um einen ganzheitlichen Ansatz zu erreichen.

funkschau: Gibt es Branchen, die besonders vom Einsatz von Lösungen wie dem Ethernet-WLAN-Bridge-Modul von Lantronix profitieren?

Kakkad: Der Premierwave 2050 ist für den Einsatz für IoT-Anwendungen für Unternehmen konzipiert, die eine sehr zuverlässige WLAN-Lösung benötigen. Vor allem Branchen wie Medizintechnik, Gesundheitswesen, Connected Retail, gewerbliches und industrielles Drucken, öffentlicher Personennahverkehr oder Lager-automation benötigen ein solches WLAN.