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E-Payment: Das bessere Bargeld

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Langes Warten der deutschen Kreditwirtschaft hat ein Ende

Der weltweite Trend hin zu kontaktlosen Zahlungen und NFC-Technik ist unverkennbar. Die großen Namen wie Visa oder Mastercard bieten vielerorts seit Jahren kontaktloses Bezahlen per Plastikkarte an. Die deutsche Kreditwirtschaft hat dagegen lange gewartet, zieht jetzt aber offenbar nach und gibt der Girocard – neben Bargeld das Ankerprodukt im deutschen Zahlungsverkehr – eine weitere wichtige Zusatzfunktion.

Unter der Leitung des Spitzenverbands der Volks- und Raiffeisenbanken, dem BRV, bietet eine Gruppe von Banken im Großraum Kassel nun eine Girocard mit einer NFC-Schnittstelle an. Für Beträge unter 20 Euro muss der Kunde dann lediglich kurz seine Girocard an das NFC-fähige Terminal halten: schon ist der Kaffee bezahlt. Lediglich bei Summen über der festgelegten Grenze muss zusätzlich noch eine Geheimzahl eingegeben werden.

Da der Mensch dazu neigt, seine Gewohnheiten zu pflegen, könnte es durchaus passieren, dass die Nachfrage anfangs noch stockend verläuft. Wie der Erfolg in anderen Ländern zeigt, wird aller Voraussicht nach am Ende aber die Vernunft siegen – zumal für den Kunden Vernunft in diesem Fall vor allem Komfort bedeutet. Das Bezahlen mit der kontaktlosen Karte ist einfacher als jede Barzahlung. Der Kunde muss nicht länger Bargeld mit sich herumtragen und kann es folglich auch nicht verlieren. Die Entscheidung zur Einführung dieser Lösung in Deutschland ist deshalb ebenso gut wie überfällig.