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Mobilfunk-Messtechnik: GSM - Die Geburt eines Weltstandards

Fortsetzung des Artikels von Teil 3.

Die GSM-Technologie wird zum Exportschlager

Das GSM-Netz entwickelte sich zu einem europäischen Exportschlager. In fast jedem Land der Welt gibt es heute digitale Mobilfunknetze, die auf diesem Standard basieren. Fast 80 Prozent aller Mobiltelefonkunden benutzen Mobiltelefone im GSM-Netz. Aber die Entwicklung bleibt nicht stehen. GSM und den 2G-Netzen mit ihrem Schwerpunkt auf Sprachübertragung folgten schon bald die 3G-Netze mit den Standards UMTS und HSPA+, die aktuell von 4G (LTE) abgelöst werden. Während UMTS noch vollständig an den zellularen Diens-ten der ersten Generationen orientiert und für Sprachübertragung optimiert war, rückt die Bedeutung der Sprachtelefonie heute zunehmend in den Hintergrund. Im Fokus der Entwicklungen von 4G stehen die Datenübertragung mit hohen Bandbreiten und IP-Anbindung. Dieser Wandel macht sich auch bei den Messplätzen bemerkbar. Protokolltester müssen eine Vielzahl an Datentypen verstehen.

Von Anfang an begleiten die Testsysteme und Messplätze aus München alle bedeutenden Entwicklungen in der Mobilfunkbranche: Der Messplatz CMD wurde bis zur Jahrtausendwende mehr als 10.000 Mal verkauft. Sein Nachfolger, der R&S CMU200, etablierte sich sehr schnell als Standardlösung in Entwicklung und Produktion. Das aktuelle Modell, der R&S CMW500, hat sich zu einem Universaltester für Luftschnittstellen entwickelt. Er unterstützt alle gängigen Funkstandards und Protokollschichten von GSM bis LTE, aber auch WLAN, Bluetooth, DVB-T und viele andere. Er kann, wie sein Urahn, problemlos in allen Phasen der Mobilfunk-Entwicklung und -Produktion eingesetzt werden. Welche Entwicklung die Mobilfunktechnik in den kommenden Jahren noch nehmen wird, kann wohl niemand  sicher voraussagen. Testsysteme von Rohde & Schwarz werden aber mit Sicherheit maßgeblich daran beteiligt sein.