Messtechnik

Transparenz im Testgeschehen

1. April 2016, 10:43 Uhr | Autor: Joachim Tatje / Redaktion: Diana Künstler | Kommentar(e)
Die Prüfeinrichtung entscheidet über "Pass" oder "Fail". Der MCD Datenmanager sorgt für die Verlässlichkeit der ermittelten Daten.
Die Prüfeinrichtung entscheidet über "Pass" oder "Fail". Der MCD Datenmanager sorgt für die Verlässlichkeit der ermittelten Daten.
© MCD Elektronik

Mit dem MCD Datenmanager Trends früh erkennen.

Eine effektive Qualitätskontrolle verlangt nach einer maßgeschneiderten Prüfstrategie. Das Prüfen von Baugruppen und Produkten jedoch auf eine schlichte Ja-Nein-Entscheidung zu begrenzen, wäre ein großes Versäumnis. Denn die Prüfeinrichtungen eines Funktions- oder End-of-Line-Tests liefern in aller Regel mehr als nur "Pass" oder "Fail", sondern darüber hinaus eine Fülle nützlicher Daten.

Diese Daten sind wertvolles Material für jeden Fertigungsverantwortlichen. Gemessene Ströme und Spannungen geben unmittelbar Aufschluss über das Verhalten elektrischer und elektronischer Bauteile wie Kondensatoren, Spulen oder Widerstände oder verweisen auf das Verhalten anderer Komponenten. Wie die Stromaufnahme eines Elektromotors, die beispielsweise Hinweise geben kann auf den Zustand seiner Lager. Oder die Zeit, die eine Heizung zum Erreichen einer vorgegebenen Temperatur benötigt, kann als Indikator für ihre Funktionsfähigkeit herangezogen werden.

Ein Blick in die Zukunft
Die Prüfplaner ziehen über das Messen und Aufzeichnen bestimmter physikalischer Größen Rückschlüsse auf die Funktionsfähigkeit des Test-Kandidaten. Sehr interessant ist es dabei, rechtzeitig Veränderungen zu erkennen. Gemeint ist das langsame Wegdriften von Messwerten, zunächst noch so gering, dass der Prüfling den Test besteht. Die Extrapolation solcher Trends aber erlaubt Hinweise auf ungünstige Entwicklungen. Das betrifft übrigens nicht nur den Prüfling, sondern auch die Testeinrichtung selbst. Die allmähliche Drift eines wichtigen Parameters kann ein Hinweis auf Material- oder Fertigungsfehler sein. Es kann aber auch genauso sein, dass in der Prüfeinrichtung ungewollte Veränderungen ablaufen, die die Testergebnisse nachteilig beeinflussen.

Nun fallen im Testbetrieb Unmengen von Daten an. Viele rücken der Datenflut mit selbst erstellten Excel-Charts auf den Leib. Die Auswertungen, deren Qualität stark vom Talent des Erstellers abhängen, haben einen Nachteil, dass sie nicht parallel zu den Messungen mitlaufen, sondern stets eine rückwärtsgewandte Sicht bieten. Der Messtechnik-Spezialist MCD Elektronik erkannte diese Problematik aufgrund der eigenen Praxiserfahrungen sehr früh und entwickelte ein Software-Tool, den "MCD Datenmanager". Zunächst als Zusatzmodul für den hauseigenen "MCD TestManager CE" entwickelt, stellt der MCD Datenmanager heute ein sehr leistungsstarkes Werkzeug für jeden Testingenieur und seine Kollegen aus der Fertigung dar.


  1. Transparenz im Testgeschehen
  2. Den Anwender im Blick
  3. Probleme frühzeitig erkennen
  4. Großer Nutzen im täglichen Testbetrieb

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