Messtechnik

SIP-Trunks aus Carrier-Sicht

8. Januar 2016, 11:15 Uhr | Andreas Steinkopf, Produktmanager für VoIP bei QSC | Kommentar(e)
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Für Unternehmen ist es die richtige Zeit, um auf All-IP umzusatteln. Die Realisierung der Telefonie via SIP-Trunking erweist sich dabei als eine technologisch konsequente und flexible Lösung. Andreas Steinkopf, Produktmanager für VoIP bei QSC, über SIP-Trunks aus Carrier-Sicht.

Andreas Steinkopf, Produktmanager für VoIP bei QSC
Andreas Steinkopf, Produktmanager für VoIP bei QSC
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Auch den deutschen Internet Telephony Service Providern (ITSP) liegen zwei messtechnisch relevante Themen am Herzen – so auch der QSC, die Endkunden-SIP-Trunks liefert: zum einen ein möglichst hoher Kompatibilitätsgrad des SIP-Trunk-Protokolls zu möglichst vielen Telefonanlagen, Unified-Communications & Collaboration-Anlagen, Enterprise-Session-Border-Controllern (E-SBC) und Media-Gateways – im Folgenden kurz TK-Anlage genannt. Und zum anderen eine möglichst hohe Qualität und Verfügbarkeit der IP-Telefonie.

Um den Kompatibilitätsgrad des SIP-Trunks-Protokolls zu steigern, hilft es natürlich, wenn alle TK-Anlagenhersteller und ITSP nach Möglichkeit die gleichen Industriestandards und Normen nutzen und implementieren. Neben dem älteren SIP-DDI-Protokoll, scheint sich nun „SIPconnect 1.1“ immer mehr durchzusetzen, was beispielsweise dadurch untermauert wird, dass die deutsche „SIP Trunking Group“ des Bitkom dieses adaptiert und für die hiesige Nutzung interpretiert hat. Aber auch dadurch, dass neben anderen ITSP die Deutsche Telekom ihren zukünftigen SIP-Trunk auch „SIPconnect“-basiert liefern will.

SIP-Protokolltestgeräte sind gewünscht
Bisher mussten die ITSP einen hohen Aufwand betreiben, um ihren SIP-Trunk für den Betrieb mit möglichst vielen TK-Anlagen freizugeben. So konnte zum Beispiel QSC innerhalb von neun Jahren rund 45 TK-
Anlagen freigeben. Auf der TK-Anlagenhersteller-Seite war bisher der Aufwand, um die SIP-Trunks möglichst vieler ITSP freizugeben, auch mit viel Arbeit verbunden, da ja neben den konkreten Softwareänderungen am SIP-Protokollstack auch jeweils eine SIP-Trunk-spezifische Installationsunterstützung für die Endkunden und TK-Anlagenbauer erstellt werden musste. Daher können es alle Marktteilnehmer nur begrüßen, dass die Messtechnik-Branche nun SIP-Protokolltestgeräte entwickelt und liefert. Ihre „Schiedsrichter“-Funktion wird dafür sorgen, dass der wechselseitige Freigabeaufwand zwischen ITSP und TK-Anlagenherstellern deutlich sinkt und der Kompatibilitätsgrad weiter steigt.

Erfüllt die SIP-Trunk-Kompatibilität dem Endkunden den Wunsch der Wahlfreiheit und Wechselmöglichkeit, gilt es, noch etwas Wichtigeres zu erfüllen: die Verfügbarkeit und Qualität der IP-Telefonie soll mindestens so hoch sein wie bei ISDN.

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