Messpraxis

Ethernet-Installationen effektiv testen und validieren

15. März 2011, 11:26 Uhr | Willi Minnerup | Kommentar(e)
Ethernettester

Mit der weiteren Entwicklung des Ethernets als der bevorzugten Transporttechnologie verschiebt sich der Schwerpunkt der Netzwerke weg von der reinen Datenübertragung hin zur Bereitstellung von Unterhaltungsanwendungen und neuen Applikationen in einer vernetzten Welt.

Ethernet-basierende Dienste müssen Sprache, Video, E-Mail und Online-Handel übertragen. Im Allgemeinen lässt sich der Netzwerkverkehr nach Datenverkehr, Echtzeitverkehr und Verkehr hoher Priorität unterscheiden.

Ein einheitliches international normiertes und praxisgerechtes Ethernet-Testverfahren wurde notwendig. Ethersam bezeihungsweise ITU-T Y.156sam ist das einzige Standard-Testverfahren, das die vollständige Validierung von Ethernet-Servicevereinbarungen (SLA) mit nur einem Test, in weitaus kürzerer Zeit bei größter Genauigkeit ermöglicht, als das nach bisher gängigen Verfahren, wie RFC 2544 möglich war.

RFC 2544 ermöglicht die Messung von Durchsatz, Rundlaufzeit, Burst und Rahmenverlust. Das ist für eine umfassende Validierung der heutigen Ethernet-Dienste nicht mehr ausreichend. Genauer gesagt, beinhaltet RFC 2544 nicht alle geforderten Messungen zur Ermittlung von Paketjitter, QoS und Güte mehrerer gleichzeitig übertragener Dienste. Da RFC 2544 zudem die Ausführung mehrerer, sequenzieller Tests zur Validierung kompletter SLAs erfordert, ist dieses Verfahren für die Betreiber sowohl zeit- als auch kostenaufwendig.


  1. Ethernet-Installationen effektiv testen und validieren
  2. Neuer Teststandard
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