Messtechnik

"Der Messgerätemarkt wird stark wachsen"

10. Dezember 2015, 15:25 Uhr | Diana Künstler, funkschau | Kommentar(e)

Kommunikationsmessgeräte sind in der Regel eine teure Anschaffung. Die Projekt-bezogene Beschaffung von Test- und Mess-Equipment, in Form eines Miet- oder Leasingmodells, bietet in diesem Zusammenhang eine gute Alternative. Über das Wachstumspotenzial des Messgerätemarktes im Allgemeinen sowie die Notwendigkeit fachlicher Fortbildungen in dem Umfeld im Speziellen spricht Testgeräte-Beschaffungsspezialist Livingston im Interview mit funkschau.

Oliver Lanz, Sales Director für Deutschland & Zentraleuropa bei Livingston
Oliver Lanz, Sales Director für Deutschland & Zentraleuropa bei Livingston
© Livingston

funkschau: Wann ist es für Techniker vor Ort sinnvoll, mit einem gemieteten Messgerät zu arbeiten?
Oliver Lanz: Jede Nutzungszeit kürzer als zwei Jahre ist sinnvoll. Hat man einen klaren Nutzungszeitraum des gleichen Gerätes (Modell) über vier bis fünf Jahre und ist der Wartungsaufwand gering, ist der Kauf sinnvoller. Bei einem jährlichen Service mit einem Nutzungsausfall – dies gilt zum Beispiel für OTDRs und LWL-Spleißgeräte – ist die Miete zudem sehr attraktiv, weil man sich die Wartung und den Nutzungsausfall spart. Wir sprechen hier von über 1.000 Euro und mehr im Jahr!
 
funkschau: Wie schätzen Sie das Wachstumspotenzial für einen Messgeräte-Mietmarkt in Deutschland ein? Hat der Ausbau der Glasfaser- und LTE-Netze darauf einen Einfluss?
Lanz: Der Messgerätemarkt im TK-markt wird in Stückzahlen der Geräte stark wachsen – man denke nur an das jährliche Bandbreitenwachstum im Internet. Der FTTX-Ausbau wird ein massives Wachstum im OTDR- und Spleißgerätemarkt zur Folge haben. Ich rechne mit einer Verfünffachung! Ingesamt sehe ich ein jährliches Wachstum von mindestens 25 Prozent.

funkschau: Livingston ist seit knapp einem Jahr Teil der Microlease-Gruppe. Damals hieß es nach eigenen Angaben "Der Inhaberwechsel wird Livingston-Kunden Zugriff auf eine breitere Auswahl an Geräten und größere Investitionen in Lagerbeständen und Dienstleistungen verschaffen." Hat sich dies bewahrheitet?
Lanz: Es gab bedeutende Marken wie Keysight und Tektronix, die nur über Microlease beschafft werden konnten (Verträge und Beziehungen). Da aber Livingston zu 95 Prozent in Deutschland gesetzt ist, ist dies ein guter Zugewinn. Auch im Gebrauchtgeräteverkauf haben wir innerhalb zwölf Monaten eine Vervierfachung erlebt.


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  2. Kooperation mit Viavi & Weiterbildungs-Workshops
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