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Gastkommentar

Von Null auf New Work in wenigen Schritten

19. März 2020, 09:38 Uhr   |  Autor: Fabian Schütze / Redaktion: Lukas Steiglechner

Von Null auf New Work in wenigen Schritten
© PHASIN Sritham / 123rf

Es sollte inzwischen klar sein, dass New Work kein Zug ist, auf den hippe Unternehmen aufspringen. New Work ist das Arbeitsmodell der Zukunft. Zu oft fehlt es Unternehmen aber an Mut, den Schritt in die Umstellung zu wagen. Es gibt einfache Wege für die Implementierung von New Work.

Dass es dieses Böhmische Dorf New Work gibt, haben die meisten Chefs bereits registriert. Dennoch halten sie sich hartnäckig, diese Nine-to-five-Jobs. Die Begründung lautet allzu oft, dass Branche XYZ New Work nicht hergibt oder dass sich das Arbeitsmodell im Unternehmen ABC einfach nicht umsetzen lässt. Ob die Angst davor oder die Unlust auf Veränderungen das treibende Motiv sind, New Work nicht einzuführen, spielt eigentlich keine Rolle. Wichtig ist, dass New Work eher mittel- als langfristig über alle Branchen hinweg zum standardisierten Arbeitsmodell werden wird.

Du willst es doch auch
Eine charmante Möglichkeit New Work zu etablieren sind dezente, mehr oder weniger versteckte Druckmittel. Sie bringen Mitarbeitende unaufdringlich dazu, sich mit Änderungen auseinanderzusetzen und anzufreunden. Microsoft macht es mit der neuen Zentrale in München vor. Dass es weniger Arbeitsplätze in den Büroräumen gibt als tatsächliche Angestellte, ist nicht wirklich der Parkplatzsituation im belebten Stadtteil Schwabing geschuldet. Vielmehr hat das Unternehmen von Anfang an darauf gesetzt, dass nicht jeder Mitarbeiter jeden Tag im Büro arbeiten möchte – oder vielmehr: arbeiten soll.

Zugegeben, Microsoft hat ohnehin den Sprung geschafft, vom eingestaubten Windows-Vertrieb zum hippen Hardware-Hersteller und Cloud-Vordenker. Aber gibt es sie nicht überall, diese hippen Meinungsträger? Ebenso starke Lobbyisten sind die IT-affinen Computer-Freaks, die immer die neusten Gadgets nutzen und jedem Büromitarbeitenden weiterhelfen, wenn der Drucker mal wieder nicht das tut, was er soll. Diese Angestellten einzuspannen, ist Glaubwürdigkeit par excellence. Sie können als Fürsprecher die neue Arbeitsweise vorleben, als Team-Lead selbstverständlich auch anschaffen.

IT ist ein Muss
Apropos Gadgets: Die IT ist ein zentrales Element, ohne das New Work nicht funktionieren kann. Der technische Teil der Umstellung besteht darin, die IT-Infrastruktur an Anforderungen wie Ortsunabhängigkeit, Prozesse und Projektmanagement mit einem sicheren und DSGVO-konformen Ablage- und Back-up-System zu vereinbaren. Wieder Microsoft: Das Unternehmen erlaubt mit seiner eigenen 365-Plattform eben jene Leistungsbausteine zusammenzustellen. Mitarbeitende können von überall auf die für sie relevanten Informationen zugreifen. Gleichzeitig sind die Daten geschützt und permanent verfügbar – auf jedem Notebook oder Smartphone.

Ob Teams oder Slack, ob VPN, VPSC oder Cloud – damit es funktioniert, muss eine zeitgemäße Technologie installiert werden. Und das ist dann eines der häufigsten Argumente gegen New Work: Was kostet das dann wieder? Die Antwort ist: kaum mehr. Ja, nach der IT-Infrastruktur hat auch der alte Büro-PC hat ausgedient. Das haben auch der Commodore, der 386, die Floppy und das 56K-Modem. Ganz ehrlich: Wer heute noch mit Vista arbeitet verschenkt ohnehin zu viel Potenzial und unfreiwillig Informationen. Die Nutzung zeitgemäßer Software sollte an dieser Stelle wirklich nicht diskutiert werden müssen. Bleibt also das emotionslose Herunterrechnen von beispielsweise monatlichen Heiz- und Stromkosten, Büromiete oder Wasser- und Kaffee-Flatrate auf der einen Seite gegen eine circa zweijährliche Anschaffung von Smartphones und Notebooks auf der anderen.

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2. Mindset ändern

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