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25 Jahre Handy

Vom Knochen zum Smartphone

07. Juni 2017, 14:39 Uhr   |  Autor: Roland M. Stehle / Redaktion: Diana Künstler | Kommentar(e)

Vom Knochen zum Smartphone
© Siemens Corporate Archives

Schon vor 1992 gab es erste "Mobilgeräte" auf dem Markt: Das C1 von Siemens aus dem Jahr 1986 mutete allerdings eher einem Tragekoffer an.

Das Handy feiert Geburtstag: Mitte 1992 gingen die beiden digitalen Netze D1, damals in Besitz der Deutschen Bundespost Telekom, heute Deutsche Telekom, und D2, damals von Mannesmann Mobilfunk, heute Vodafone, an den Start. Sie legten die Basis für die mobile Massenkommunikation hierzulande.

Beeindruckend sind die Verkaufszahlen für Mobiltelefone und Smartphones damals wie heute. „Die Erfolgsgeschichte der Mobiltelefone zeigt eindrucksvoll, wie mit attraktiven Geräten und zusätzlichen Anwendungsmöglichkeiten neue Märkte geschaffen werden“, erklärt Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender gfu Consumer & Home Electronics, Frankfurt. „Kein anderes Consumer Electronics-Produkt wird so persönlich und intensiv genutzt wie ein Smartphone. Spannende Innovationen, wie beispielsweise Smart Home-Anwendungen, mobile Dienste für Gesundheit und sportliche Aktivität, mobile Zahlungsmöglichkeiten, virtuelle Realität und künstliche Intelligenz, sorgen dafür, dass die Attraktivität und damit die Nachfrage nach Smartphones erhalten bleiben und die Bedeutung dieser Produkte für die Konsumenten weiter steigen wird“, so Kamp weiter.

Stand anfangs die reine Telefonie, also die Sprachübertragung, im Fokus, so sind es heute multimediale Anwendungen und Dienste sowie der mobile Internetzugriff, die Mobiltelefone attraktiv machen. Zudem sind immer mehr Funktionen in die Geräte „gewandert“. Digitale Kameras, Musik-Player, die Wiedergabe von Bildern und Filmen, mobiler Internetzugang, Navigationsfunktionen und Web-Radio gehören zur Standardausstattung. Entsprechend haben Smartphones die klassischen Mobiltelefone beim Absatz im Jahr 2011 mit 14,5 gegenüber 10,7 Millionen Stück erstmals überflügelt. 2016 standen in Deutschland 23,2 Millionen verkaufte Smartphones gerade noch 1,8 Millionen Mobiltelefonen gegenüber. Weltweit wurden laut GfK 1,41 Milliarden Smartphones abgesetzt. Für 2017 wird mit einem moderaten weltweiten Wachstum des Smartphone-Markts um fünf Prozent sowie mit einer Gesamtnachfrage von bis zu 1,48 Milliarden Stück gerechnet.

Geschichte des Mobilfunks in Deutschland

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„Der private Markt für Smartphones wird nach vielen Jahren des starken Wachstums in Deutschland 2017 bei leicht steigender Stückzahl nahezu konstant bleiben. Für 2017 erwarten wir einen Absatz von 23,5 Millionen Smartphones (+ 1,5 Prozent) und ein Umsatzvolumen von rund 9,5 Milliarden Euro in diesem Segment“, prognostiziert Hans-Joachim Kamp.

Der Erfolg hat seine Ursachen in konsumentenfreundlichen Preisen. Kosteten das erste Mobiltelefon 1983 noch stolze 4.000 US-Dollar und die C-Netz-Autotelefone mehr als 10.000 DM, so war der Einstieg in der Anfangszeit der D-Netze für circa 2.500 DM schon deutlich günstiger zu haben. 2011 lag der Durchschnittspreis der verkauften Smartphones in Deutschland ohne Koppelung mit einem Mobilfunkvertrag bei 354 Euro, für herkömmliche Mobiltelefone bei 74 Euro. Seit 2014 stieg dieser Durchschnittspreis von Smartphones in Deutschland von 366 auf 412 Euro im Jahr 2016. Die Geschäftsmodelle der Netzbetreiber, durch Koppelung mit einem Mobilfunkvertrag für preisgünstige Geräte zu sorgen, tragen und trugen maßgeblich zu den Verkaufserfolgen und dem Marktwachstum bei.

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