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Seniorentablet

Videotelefonie für Pflegeheime

14. September 2020, 13:57 Uhr   |  Antje Müller | Kommentar(e)

Videotelefonie für Pflegeheime
© 123rf / Cathy Yeulet

Ein Tablet bietet umfangreiche barrierefreie Beschäftigungsangebote für Menschen mit Demenz. Im Rahmen einer Kooperation stellt die Krankenkasse BKK·VBU mit dem Startup Media4Care anlässlich des Weltalzheimertags am 21. September bundesweit Tablets für Pflegeheime zur Verfügung.

Seit der Corona-Pandemie bieten Tablets Angehörigen die Möglichkeit, über der Videotelefonie mit ihren Angehörigen in Kontakt zu bleiben. Anlässlich des Weltalzheimertages am 21. September werden bundesweit 150 Tablets in Pflegeeinrichtungen und -heimen zur Verfügung gestellt, die Senioren und Pflegebedürftige einfach und barrierefrei nutzen können.

Digitale Unterstützung für Pflegeeinrichtungen

Die Tablets von Media4Care verfügen über Beschäftigungsmöglichkeiten um kognitive Areale im Gehirn zu stimulieren. Die Unterhaltungs- und Spielebibliothek des Tablets bietet entsprechend Gedächtnis- und Quizaufgaben, Texträtsel, Rechenaufgaben oder Geräuschrätseln und Gedächtnisübungen. Zudem können Betroffene dank Nachrichten- und Videoanruf-Funktion jederzeit Kontakt zu ihren Familienangehörigen und Freunden. "Wir freuen uns sehr über die Möglichkeit, Pflegebedürftigen und Pflegekräften im Rahmen unserer gemeinsamen Aktion mit der BKK VBU zu helfen", sagt Marc Aurel Engels, Gründer und Geschäftsführer von Media4Care. "Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen weiß ich, wie wichtig es ist, demenzkranken Menschen, die vor allem jetzt in Corona-Zeiten häufig isoliert leben, sozial besser zu integrieren und ihnen wieder mehr Lebensfreude zu schenken."

Andrea Galle, Vorständin der Krankenkasse BKK·VBU sieht auch den Vorteil für die pflegenden Angehörigen: "Dank der Tablets können sie weiterhin am Leben ihrer Lieben teilnehmen, auch über große räumliche Distanzen hinweg oder bei Besuchseinschränkungen." Doch klar sei auch, so Galle, dass die Voraussetzungen geschaffen werden müssen, digitale Helfer in der Pflege nutzen zu können: "Ohne W-LAN in den Pflegeheimen können wir das Potenzial der Digitalisierung nicht voll ausschöpfen." Hier sei interdisziplinäre Zusammenarbeit und Mut für neue Partnerschaften gefragt, so Galle.

Die Software wurde im Rahmen des mehrjährigen Projekts I-Care des Bildungsministeriums für Bildung und Forschung, als auch in Zusammenarbeit mit Ergo- und Physiotherapeuten, Logopäden und den Universitäten Bremen und Heidelberg entwickelt.

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